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Alex Trivellato & Co. brachten die USA phasenweise ins Straucheln. © APA/afp / GINTS IVUSKANS

Das Beste zum Schluss: Italien überzeugt gegen die USA

Den besten Auftritt hat sich Italiens Nationalteam bis zum Schluss aufbewahrt: Mit einer knappen und ehrenvollen Niederlage gegen Eishockey-Großmacht USA haben sich die Azzurri von der Weltmeisterschaft 2021 verabschiedet.

Das war's für das Blue Team in Riga! Im letzten Gruppenspiel unterlagen Daniel Frank & Co. den tabellenersten und mit NHL-Spielern gespickten US-Amerikanern mit 2:4. Es war ein starker Auftritt der Azzurri, die lediglich im ersten Drittel klar unterlagen waren und nach Toren von Luca Frigo und Stefano Giliati sogar nochmal auf den ersten Punktgewinn bei dieser WM hoffen durften. Am Ende brachten die US-Boys, die über weite Strecken mit angezogener Handbremse spielten, den Vorsprung über die Zeit.

Labanc und Garland treffen doppelt
Zunächst war es das erwartet schwere Abschlussspiel für die Azzurri. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten übernahmen die Nordamerikaner das Kommando und schossen eine ungefährdete 3:0-Pausenführung heraus. Von den 19 Schüssen, die im Startdrittel auf sein Tor kamen, musste Davide Fadani jene von San-Jose-Stürmer Kevin Labanc (2) und Arizona-Crack Conor Garland passieren lassen. Der erst 20-jährige Schlussmann des HC Lugano durfte erstmals von Beginn an für Justin Fazio ran, als Backup fungierte der 16 Jahre alte Pusterer Damian Clara, der so zum drittjüngsten WM-Spieler überhaupt wurde.

Conor Garland gab Davide Fadani zwei Mal das Nachsehen. © APA/afp / GINTS IVUSKANS

So deutlich der Klassenunterschied bis zur Pause auch war, die anschließenden beiden Abschnitte zählten sicherlich zu den stärksten, die das Blue Team bei dieser Weltmeisterschaft geboten hat. Die Azzurri präsentierten sich angriffslustig, waren sich für weite Wege im Forechecking nicht zu schade und agierten auch noch kaltschnäuzig, wie beim Treffer zum 1:3 von Luca Frigo. Das starke Drittel wurde auch nicht von einem unglücklichen Patzer (Trivellato verlor als letzter Mann den Puck) und dem daraus resultierenden zweiten Treffer für Garland getrübt.
Giliati lässt Azzurri nochmal hoffen
In der selben Gangart ging es im Schlussabschnitt weiter: Die USA waren zwar besser und bei insgesamt gleich drei Aluminiumtreffern im Pech, Italien überraschte aber weiter mit mutigem Eishockey. Dieses wurde schließlich durch Stefano Giliati belohnt, der alleine loszog, einen Gegenspieler mit einer 360-Grad-Drehung aussteigen ließ und dem unglücklich agierenden Jake Oettinger im US-Tor zum zweiten Mal den Puck durch die Hosenträger schob. In den verbleibenden 13 Spielminuten warf Italien zwar nochmal alles in die Waagschale, allerdings ließ der große Favorit nichts mehr anbrennen und brachte das 4:2 über die Zeit.

>>> Den kompletten Spielverlauf gibt's hier zum Nachlesen <<<

Die USA ziehen somit als Gruppensieger in das am Donnerstag beginnende Viertelfinale ein, für Italiens Cracks steht dagegen am Mittwoch der Heimflug an. Die Weltmeisterschaft endete für die Azzurri mit dem letzten Tabellenplatz, ohne einen einzigen Zähler und der Erkenntnis, vielen, auch kleineren Nationen um Längen hinterherzuhinken. Diese Punkte waren, aufgrund der vielen Ausfälle und der durch das Coronavirus stark beeinträchtigen Vorbereitung, allerdings allesamt vorhersehbar.

Überraschend waren dagegen die guten Auftritten vieler junger Spieler wie etwa Peter Spornberger, Thomas Galimberti oder Davide Fadani, und die Kaltschnäuzigkeit der Azzurri (11 Tore). Auch die neuen Leader im Blue Team – allen voran Kapitän Daniel Frank und seine Assistenten Luca Frigo und Alex Petan – nutzten die Chance, um sich zu zeigen. All das stimmt positiv für die Rückkehr nach Riga im kommenden August, wenn am selben Ort das wichtige Olympia-Qualifikationsturnier ansteht.
Italien – USA 2:4
Italien: Fadani (Clara); Trivellato-Pietroniro, Spornberger-Glira, Casetti-Miglioranzi, Marchetti-Gios; Frank-Petan-Miceli, Giliati-Andergassen-Deluca, Frigo-Bardaro-Magnabosco, Hochkofler-Pitschieler-Galimberti
Coach: De Bettin

USA: Oettinger (Commesso); Roy-Wolanin, Tennyson-Jones, Wideman-MacKey, Clendening-Shea; Garland-Moore-Robertson, Thompson-Drury-Donato, Labanc-Blackwell-Beniers, Boyle-Rooney-Robinson
Coach: Capuano

Tore: 0:1 Kevin Labanc (6.54), 0:2 Kevin Labanc (10.33), 0:3 Conor Garland (19.46), 1:3 Luca Frigo (21.01), 1:4 Conor Garland (29.54), 2:4 Stefano Giliati (46.33)

Die Tabelle:
Pos.TeamSpielePunkte
1.USA718
2.Finnland717
3.Deutschland712
4.Kanada710
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5.Kasachstan710
6.Lettland79
7.Norwegen78
8.Italien70




Autor: fop

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