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Hat mit seiner Mannschaft das Siegen verlernt: Stefan Loibl. © APA/afp / GINTS IVUSKANS

Deutschland nach Niederlage unter Druck

Nach einem erfolgreichen Start in diese Weltmeisterschaft muss Deutschland zunehmend um da Viertelfinale zittern. Mit der knappen 1:2 Niederlage am Samstagabend in Riga gegen Titelverteidiger Finnland gerät die Auswahl stärker unter Druck. Russland und USA befinden sich indes auf Viertelfinalkurs.

Gegen das Heimatland von Bundestrainer Toni Söderholm zeigte Deutschland zwar eine starke Willensleistung, es droht jetzt aber ein Vorrunden-Endspiel im abschließenden Duell mit Gastgeber Lettland um den Einzug in die K.o.-Runde.


Nach zwei Tagen Pause lieferte sich die Söderholm-Truppe mit dem Weltmeister ein schnelles und bis zum Schluss spannendes Spiel, in dem Berlins Torhüter Mathias Niederberger früh chancenlos war. Als sich Top-Verteidiger Moritz Seider die erste Strafzeit der Partie einhandelte, brauchten die Finnen nur acht Sekunden, um die Überzahl in eine Führung umzumünzen. Der Champion von 2019 hatte den besseren Start und war das gefährlichere Team. „Das Tempo ist schon vier Klassen schneller als normal“, sagte WM-Debütant Andreas Eder bei Sport1 in der ersten Pause.

Die Finnen hatten mehr vom Spiel, der Außenseiter kam kaum zu Torabschlüssen. Die Söderholm-Truppe kämpfte aufopferungsvoll – der Ausgleich von Routinier Holzer fiel dann allerdings überraschend: Beim Schuss seines Verteidiger-Kollegen Holzer irritierte Kapitän Moritz Müller den finnischen Torhüter Jussi Olkinuora. „Dank Mo ist die Scheibe reingegangen“, gab Holzer zu und forderte: „Wir müssen schauen, dass wir ruhig mit Geduld hinten rausspielen. Wir müssen schnell vom Kopf sein und schnell auf den Beinen.“

Das Remis vor dem Schlussdrittel ließ den deutschen Cracks alle Möglichkeiten. Anders als zu Beginn überstanden sie das zweite Unterzahlspiel im Schlussabschnitt ohne Gegentreffer, waren dann aber bei einem schnellen Gegenangriff geschlagen. Vor dem 1:2 hatten die Deutschen eigene zwei Minuten in Überzahl nicht genutzt.

Russland und USA planen mit Viertelfinale
Die Eishockey-Auswahl der USA hat sich bei der Weltmeisterschaft in Lettland mit einem knappen Sieg auf die Partie gegen Deutschland eingestimmt. Gegen Norwegen behauptete sich das US-Team am Samstag in Riga mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) und hat dank des vierten Siegs nacheinander nun zwölf Punkte für den angestrebten Einzug in die K.o.-Runde gesammelt.

Der Sieg der US-Amerikaner war ein bedeutender Schritt Richtung Viertelfinale. © APA/afp / GINTS IVUSKANS


In der Vorrundengruppe A sicherte sich Tschechien einen ungefährdeten Pflichtsieg gegen Außenseiter Großbritannien. Mit dem 6:1 (1:0, 3:1, 2:0) holten die Tschechen drei Punkte, die im Rennen um die Teilnahme am Viertelfinale dringend nötig waren. Die Auswahl Russlands untermauerte mit einem 4:1 (0:0, 1:0, 3:1) gegen die Schweiz ihre Ambitionen und konnte sich punktgleich mit der Slowakei an die Spitze der Tabelle setzen.

Die italienische Mannschaft war ebenso am Samstag im Einsatz. Gegen Kasachstan setzte es für die Azzurri eine krachende 3:11-Pleite.

Die Spiele vom Samstag
Italien – Kasachstan 3:11
0:1 Roman Starchenko (2.12), 1:1 Angelo Miceli (24.37), 1:2 Yegor Petukhov (12.31.), 1:3 Yevgeni Rymarev (14.59), 1:4 Nikita Mikhailis (41.31), 2:4 Peter Hochkofler (42.43), 2:5 Curtis Valk (56.12), 2:6 Artyom Likthotnikov (57.01), 2:7 Artyom Likthotnikov (59.46), 3:7 Alex Petan (50.59), 3:8 Kirill Panyukov (54.38), 3:9 Roman Starchenko (16.07), 3:10 Viktor Svedberg (57.44), 3:11 Yegor Shapalov (19.52)

Tschechien – Großbritannien 6:1
1:0 Klok (08.01), 2:0 Hronek (20.33), 3:0 Sulak (24.29), 4:0 Chytil (32.07), 4:1 Myers (39.37), 5:1 Lenc (51.33), 6:1 Sulak (57.58)

Schweiz – Russland 1:4
0:1 Burdasov (35.01), 1:1 Hischier (48.12), 1:2 Karnaukhov (50.26), 1:3 Tolchinski (52.38), 1:4 Tolchinski (59.58)

Norwegen – USA 1:2
0:1 Garland (10.30), 0:2 Thompson (27.12), 1:2 Olimb (54.27)

Slowakei – Dänemark 2:0
1:0 Cehlarik (47.13), 2:0 Janosik (52.25)

Deutschland – Finnland 1:2
0:1 Lundell (06.17), 1:1 Holzer (27.58), 1:2 Ruotsalainen (51.26)

Schlagwörter: Eishockey

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