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Zu selten schafften es die Azzurri, wie hier im Bild Angelo Miceli, vor das französische Tor. © FISG

Olympia-Traum geplatzt: Italien unterliegt auch Frankreich

Nichts wurde es mit der großen Sensation von Italiens Eishockey-Nationalmannschaft beim Olympia-Quali-Turnier in Riga. Nach der Niederlage am Freitag gegen Frankreich steht fest: Das Blue Team muss bei den Winterspielen 2022 in Peking zuschauen.

Anders als bei der herben Auftaktniederlage gegen Gastgeber Lettland bot Italien gegen Frankreich über weite Strecken eine gute Vorstellung. Allerdings blieben die Azzurri in der Offensive neuerlich viel zu harmlos. Die Folge: Frankreich mit seinen NHL-Stars Alexandre Texier, Pierre-Édouard Bellemare und Antoine Roussel fuhr einen ungefährdeten 2:0-Sieg ein. Vor dem abschließenden Spiel am Sonntag gegen Ungarn hat Italien somit keine Chance mehr auf den Turniersieg und das daran gekoppelte Olympia-Ticket.


Im zweiten Turnierspiel fand die Ireland-Truppe deutlich mehr Freiräume vor als noch beim Debüt gegen Lettland und schaffte es, ihr Spiel besser aufzuziehen. Allerdings sorgten kleinere individuelle Fehler und die mangelnde Durchschlagskraft dafür, dass Frankreich über weite Strecken das bessere Team war. Les Bleus scheiterten aber immer wieder an Goalie Andreas Bernard, der nicht nur eine Doppelchance von Charles Bertrand vereitelte, sondern das Spiel mit weiteren glänzenden Paraden lange Zeit offen hielt. Auf der Gegenseite fand Tommaso Traversa kurz vor der ersten Pause die beste Chance der Azzurri vor, er konnte einen Querpass von Stefano Giliati aber nicht zum 1:0 verwerten.

Sacha Treille wird zum Italien-Schreck
Nach dem ersten Seitenwechsel erhöhten die Franzosen nochmal merklich die Drehzahl – mit Erfolg, denn in der 24. Minute musste Bernard schließlich erstmals hinter sich greifen. Das 1:0 ging auf das Konto von Sacha Treille, der einen Abschluss Hugo Gallet entscheidend abfälschte. Exakt 10 Minuten nach dem Führungstreffer trat Grenoble-Profi Treille neuerlich in Szene. Dieses Mal verdeckte er dem Kalterer Schlussmann bei einem Texier-Schuss geschickt die Sicht und gab der Scheibe neuerlich eine minimale Richtungsänderung mit auf den Weg ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt saß Enrico Miglioranzi auf der Strafbank.

Enrico Miglioranzi und Co. stemmten sich gegen die Niederlage – ohne Erfolg. © FISG


Mit dem 2:0 war die frühe Vorentscheidung gefallen. Denn Italien weckte an diesem Nachmittag nie wirklich den Eindruck, das Ergebnis noch auf den Kopf stellen zu können, wenngleich die Mannen um Kapitän Daniel Frank nach dem zweiten Pausentee ihr bis dato bestes Drittel in diesem Turnier spielten. Einzig im Angriffsdrittel agierte man weiter glücklos. Das beste Beispiel: Alex Petans Großchance in der Schlussphase, als das Tor völlig verwaist schien, Goalie Henri-Corentin Buysse das Hartgummi aber mit einem Monster-Save noch aus der Luft fischte. Danach war die Suppe gelöffelt und Italiens verpasste Olympia-Qualifikation amtlich. Somit geht es für das Blue Team am Sonntag gegen Ungarn (13 Uhr) nur mehr um einen ehrenvollen Abschluss.

Frankreich – Italien 2:0
Frankreich: Buysse (Hardy); Chakiachvili-Bault, Gallet-Manavian, Crinon-Thiry, Hecquefeuille; Roussel-Da Costa-Fleury, Texier-Bellemare-Bertrand, Rech-Claireaux-Bozon, Perret-Ritz-Treille, Douay.
Coach: Bozon

Italien: Bernard (Fazio); Trivellato-Larkin, Glira-Spornberger, Miglioranzi-Casetti, Marchetti; Frank-Petan-Miceli, Frigo-Morini-Simon Kostner, Giliati-Alberga-Traversa, Diego Kostner-Hochkofler-Deluca, Magnabosco.
Coach: Ireland

Tore: 1:0 Sacha Treille (23.23), 2:0 Sacha Treille (33.41)

Die Tabelle:
Pos.TeamSpielePunkte
1.Lettland26
2.Frankreich26
3.Italien20
4.Ungarn20

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