h Nationalteams

Justin Fazio hatte alle Hände voll zu tun. © HHOF-IIHF Images

Tapfere Azzurri geben gegen Finnland eine gute Figur ab

Italien hat am Donnerstagabend bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Riga gegen Finnland zwar die vierte Niederlage im vierten Spiel kassiert, mit einem mutigen Auftritt aber dennoch Pluspunkte gesammelt.

Eines vornweg: Italien konnte in Riga zu keinem Zeitpunkt auf eine Sensation hoffen. Zu groß war der Unterschied zwischen den tapfer kämpfenden Azzurri und den in allen Belangen überlegenen Finnen. Dass das Blue Team den amtierenden Weltmeister aber derart ärgern und nur 0:3 verlieren würde, durfte nicht erwartet werden. Letztlich war es aber so. Und so können die Azzurri, obwohl sie noch immer auf ihren ersten WM-Punkt warten, erhobenen Hauptes dem nächsten Spiel gegen Kasachstan (Samstag um 11.15 Uhr) entgegenblicken.


Die Partie begann genau so, wie es sich die Finnen vorgestellt hatten. Sie übten auf Justin Fazio großen Druck aus und erzielten früh den beruhigenden Führungstreffer. Als Daniel Frank wegen eines kleinlich gepfiffenen Fouls auf der Strafbank saß, zimmerte Verteidiger Tony Sund von der blauen Linie einen Schlagschuss unhaltbar ins Netz. Zu diesem Zeitpunkt waren rund sieben Minuten gespielt. Für die Skandinavier kam es 90 Sekunden noch besser, als Niko Ojamäki Peter Spornberger auf der blauen Linie überspielte, auf Fazio zustürmte und Arttu Routsalainen einen perfekten Chip-Pass zuspielte. Letzterer hatte beim Einschieben leichtes Spiel – 0:2 hieß es nach 20 Minuten.

Frigo-Treffer aberkannt
Obwohl der Außenseiter hoffnungslos unterlegen war, gab er sich nicht auf – im Gegenteil: Mit allen Mitteln hielten die Azzurri dagegen und machten Finnland so das Leben schwer. Für den unermüdlichen Einsatz wurde das Team um Alex Trivellato und Markus Gander, die anstelle von Sebastiano Soracreppa und Thomas Galimberti in die Mannschaft rückten, auch belohnt: In der 24. Minute fälschte Luca Frigo einen Spornberger-Schuss unhaltbar in die Maschen ab. Der Anschlusstreffer? Nein, denn das Schiedsrichtergespann entschied nach Videostudium, dass der HCB-Crack seine Kelle zu hoch hatte. Auch wenn es beim 2:0 blieb, war die Aktion sinnbildlich für das Engagement des Blue Teams. Nur diesem Einsatz war es zu verdanken, dass Finnland im Verlauf des Mittelabschnittes lediglich einen weiteren Treffer erzielte: Wieder war es der starke Sund, der Fazio mit einem Sonntagsschuss in den Winkel bezwang (29.).

Daniel Frank & Co. haben alles gegeben. © HHOF-IIHF Images


Spannung keimte nach diesem Treffer nicht mehr auf: Finnland schaffte es im Schlussdrittel die bemühten Azzurri, vom Kasten fern zu halten. Gleichzeitig schalteten die Skandinavier im Spiel nach vorne mehrere Gänge runter. Daraus resultierte ein vor sich hin plätscherndes Schlussdrittel, das die Leistung der De-Bettin-Truppe aber keinesfalls schmälerte. Nun gilt es für Italien, sich gut zu erholen, steht doch am Samstag das nächste Spiel gegen Kasachstan an.
Italien-Finnland 0:3
Italien: Fazio (Fadani); Trivellato-Pietroniro, Spornberger-Glira, Casetti-Miglioranzi, Marchetti-Gios; Frank-Petan-Miceli, Frigo-Bardaro-Gander, Giliati-Andergassen-Hochkofler, Deluca-Pitschieler-Magnabosco
Coach: De Bettin

Finnland: Säteri (Juvonen); Koivisto-Sund, Kaski-Määtä, Pokka-Ohtamaa, Nousiainen-Lindbohm; Anttila-Bjorninen-Maenalanen, Ojamäki-Lundell-Routsalainen, Pakarinen-Kontiola-Innala,Puutsinen-Tiivola-Sallinen
Coach: Jalonen

Tore: 0:1 Sund (6.50), 0:2 Routsalainen (8.20), 0:3 Sund (28.33)

Schlagwörter: Eishockey

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210