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Tommaso Traversa (r.) kam erstmals zum Einsatz und viel prompt positiv auf. © APA/afp / VLADIMIR SIMICEK

Trotz Steigerung: Italien bleibt ohne Tor und Punkt

Die italienische Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei eine halbe Stunde lang ihr bestes Eishockey geboten. Für ein kleines Erfolgserlebnis reichte es gegen Tschechien aber dennoch nicht. Im Gegenteil: Es setzte das nächste Schützenfest.

Das Blue Team unterlag den hochgehandelten Tschechen am Freitagabend mit 0:8. Es war nicht nur die zwölfte Niederlage im zwölften WM-Spiel gegen die Osteuropäer, sondern zeitgleich auch die fünfte Zu-Null-Niederlage beim Turnier in Bratislava.

„Wir müssen den Puck noch häufiger vors Tor bringen“
Turnierdebütant Tommaso Traversa
Italien begann mit verändertem Personal: Im Tor durfte Marco De Fillippo Roia zum zweiten Mal von Beginn an ran. Stammgoalie Andreas Bernard musste ebenso zuschauen, wie der angeschlagene Jan Pavlu. Für ihn rückte Stürmer Tommaso Traversa erstmals in den Kader. Der HCP-Crack überzeugte mit unbändigem Einsatzwillen und wurde nach der Schlusssirene auf Anhieb zum besten Spieler des italienischen Teams gewählt. „Ich bin sehr froh endlich mitwirken zu dürfen, zumal das heute eine gute Partie von uns war. Wir müssen den Puck noch häufiger vors Tor bringen, dann werden wir in den entscheidenden Spielen gegen Norwegen und Österreich bestimmt treffen“, so Traversa nach dem Spiel.

Nach dem ersten Drittel waren die Hoffnungen noch groß, dass die „Azzurri“ ähnlich gut abschneiden würden, wie beim bislang letzten Aufeinandertreffen 2014, als Jaromir Jagr die Tschechen zu einem knappen 2:0-Sieg schoss. Wie damals überzeugte Italien auch dieses Mal mit einer disziplinierten Defensivleistung und entlastenden Gegenangriffen. Zwar schoss Milan Gulas, der in dieser Saison für den HC Pilsen bereits in der Champions League gegen den HC Bozen getroffen hatte, Tschechien in der 8. Minute in Führung, doch danach spielten die Italiener lange mutig mit.
Verrücktes Gegentor bricht den „Azzurri“ das Genick
Diego Kostner und Angelo Miceli hatten im zweiten Drittel sogar den Ausgleich auf der Kelle, ehe eine kuriose Szene die Mannen von Auswahltrainer Clayton Beddoes völlig aus dem Konzept brachte: Radko Gudas zog in der 28. Minute einfach mal von der Mittellinie ab, ein Hügel am Eis ließ den Puck wenige Meter vor dem Tor plötzlich ansteigen und schon schlug er im Kasten der Italiener ein. Dabei hatte der ansonsten starke De Filippo Roia freie Sicht.

Kurze Zeit später schrammte Ivan Deluca haarscharf am Anschlusstreffer vorbei. Im Gegenzug stellte Michael Frolik auf 3:0. Auch in der Folge gaben die „Azzurri“ nicht klein bei, doch Tschechien nutzte jetzt die sich bietenden Freiräume eiskalt aus und trieb das Ergebnis gnadenlos in die Höhe. Washington-Crack Dmitrij Jaskin netzte zwei Mal, zudem trafen Jan Kovar, Dominik Simon und erneut Frolik zum letzthin viel zu hohen 8:0. Am Ende jubelten die vielen tschechischen Fans, die im heimatnahen Bratislava für Heimspielathmosphäre gesorgt hatten.
Am Samstag wartet erstes Kellerduell
Immerhin: Es dürfte dies das letzte David-gegen-Goliath-Duell für Armin Hofer und Co. bei dieser WM gewesen sein. Die beiden ausstehenden Turnierspiele bestreiten sie gegen die direkten Rivalen um den Klassenerhalt Norwegen (Samstag, 16.15 Uhr) und Österreich (Montag, 20.15 Uhr). Dann müssen für Italien unbedingt Tore und Punkte her.


Gruppe B:

Tschechien – Italien 8:0
1:0 Milan Gulas (7.04), 2:0 Radko Gudas (27.09), 3:0 Michael Frolik (32.07), 4:0 Jan Kovar (33.43), 5:0 Dmitrij Jaskin (34.17), 6:0 Dominik Simon (56.02), 7:0 Dmitrij Jaskin (57.42), 8:0 Michael Frolik (57.58)

Pos.NameSpielePunkte
1.Russland412
2.Schweiz412
3.Tschechien512
4.Schweden49
5.Lettland46
6.Norwegen53
7.Österreich50
8.Italien50


Gruppe A:

Finnland - Großbritannien 5:0
1:0 Toni Rajala (20.24), 2:0 Atte Ohtamaa (25.08), 3:0 Joel Kiviranta (34.59), 4:0 Kristian Kuusela (57.27), 5:0 Mikko Lehtonen (59.49)

Pos.NameSpielePunkte
1.Finnland513
2.Deutschland412
3.Kanada49
4.USA48
5.Slowakei56
6.Dänemark45
7.Frankreich51
8.Großbritannien50

Autor: fop

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