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Brisante Aussagen in der Biathlon-Szene. © AFP / MARCO BERTORELLO

Brisante Aussagen: Zoff in der Biathlon-Szene

Obwohl die Biathlon-Saison nun schon seit einigen Wochen zu Ende ist, gibt es in der Szene immer noch Themen, die die Wogen hochgehen lassen.

Doping im Sport ist eine brisante Sache. Deshalb schlagen Aussagen zu diesem Thema immer hohe Wellen. Zurzeit lässt ein Knatsch zwischen Norwegen und Russland die Wogen hochgehen. Auslöser dafür waren die Äußerungen des früheren russischen Biathleten Dmitry Vasilyev.


Vasilyev, der in seiner Karriere zwei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen geholt hat, sprach in einem Interview mit russischen Medien über den famosen Aufstieg des neuen norwegischen Superstars Sturla Holm Lægreid – und hegt dabei seine Zweifel, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. „Für mich ist es schwierig einzuschätzen, was Lægreid gemacht hat, um von einem mittelmäßigen Athleten plötzlich zu einem Star zu werden. Es drängen sich mir einige Fragen auf und ich möchte gerne Antworten hören. Die wichtigste dieser Fragen ist, wann die Übertreibung der therapeutischen Ausnahmen endet“, so Vasilyev, der anfügt: „Wir wissen, dass die kranksten Menschen auf diesem Planeten die norwegischen Langläufer und Biathleten sind. Und trotzdem gewinnen sie alles.“

Norwegens Trainer schlägt zurück
Hintergrund: Den Norwegern wird in den Ausdauersportarten immer wieder vorgeworfen, dass sie sich therapeutische Ausnahmen (wie beispielsweise die Benutzung von Asthma-Medikamenten) genehmigen lassen, um so Leistungssteigerungen herbeizuführen. Mit anderen Worten: Norwegische Athleten dürfen Medikamente nehmen, die offiziell Doping sind, wenn es medizinische Beweise gibt. „Die therapeutischen Ausnahmen sind die größte Hilfe, damit die Norweger große Champions werden“, redet sich Vasilyev in Rage.

Diese Aussagen schlugen in Norwegen hohe Wellen. Zu Wort meldete sich schließlich Siegfried Mazet, der Trainer der norwegischen Biathleten. „Sturla Lægreid oder irgendeinen anderen Athleten, den ich trainiere, des Dopings zu bezichtigen, ist eine Beleidigung meinem Job gegenüber. Mister Vasiliev, wenn du aus einem Land kommst, das eine bestimmte Vergangenheit hat, wäre es wirklich besser, still zu sein“, schrieb der Franzose in den sozialen Medien.

Später legte er im Gespräch mit russischen Medien nach und stellte klar: „Kein Sportler aus meiner Mannschaft benutzt Arzneimittel gegen Asthma. Wir hatten nur einen einzigen Biathleten, der das gemacht hat, und das war Henrik L'Abee-Lund. Niemand sonst benutzt Medikamente gegen Asthma oder kommt in den Genuss von anderen therapeutischen Ausnahmen.“

Schlagwörter: Wintersport

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