e Biathlon

Erik Lesser und Co. müssen sich den Gegebenheiten anpassen. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Das große Olympia-Planspiel der Biathleten

Natürlich ist Corona auch im Vorfeld der Olympischen Spiele das große Thema. Damit man sich bestmöglich vor einer Infektion mit der neuartigen Omikron-Variante schützen kann, werden die Verbände bei der Reiseplanung äußerst kreativ. Das zeigt das Beispiel der deutschen Biathlon-Stars.

Aufgrund wachsender Sorge vor einer Infektion mit der Omikron-Variante haben die deutschen Biathleten ihre Reisepläne für die Olympischen Winterspiele in Peking geändert. „Es war geplant, dass die Athleten nach Antholz noch einmal ein, zwei Tage nach Hause dürfen. Das haben wir geändert.“, sagte der deutsche Teamarzt Jan Wüstenfeld der dpa.


Nun wolle man möglichst auf Kurzstreckenflüge verzichten und die anfallenden Strecken mit dem Auto bewältigen. „Wir werden direkt mit dem Auto von Antholz nach Frankfurt zum Flughafen fahren und auch auf den Inlandsflug von München aus verzichten, um die Kontakte zu minimieren“, so Wüstenfeld weiter. Alle Athletinnen und Athleten ohne Infektion nach Peking zu bekommen, sei momentan die größte Sorge. Dass diese nicht unbegründet ist, zeigt die Coronainfektion von Johannes Kühn, zurzeit Deutschlands bestem Biathleten, die am Mittwochmittag offiziell bestätigt wurde.

Auch in Antholz wird an Plänen gefeilt
Derzeit sind die Biathleten beim Weltcup in Ruhpolding und minimieren die Kontakte bereits enorm. „Wir versuchen, die Blase so eng wie möglich zu halten“, sagte Wüstenfeld. Die Athleten wohnen in Einzelzimmern, es gebe zum Essen eine feste Tischverteilung mit je zwei Athleten, das Tragen von FFP2-Masken sei Pflicht. „Wir haben die große Sorge, dass sich jetzt noch jemand infiziert. Bei Omikron ist die Gefahr sehr hoch, dass dann gleich das ganze Team infiziert ist.“

In Oberhof jubelte Fillon Maillet vor leeren Rängen. © ANSA / RONALD WITTEK

Zumindest wird das Risiko seitens der Veranstalter bereits drastisch reduziert. Wie bereits in Hochfilzen und Oberhof findet der Weltcup von Ruhpolding ebenfalls vor leeren Rängen statt. Dort will sich auch Lukas Hofer langsam wieder im Weltcup herantasten, wie er im Gespräch mit SportNews verraten hatte.

Beim vorolympischen Weltcup in Antholz eine Woche später, greifen übrigens dieselben Beschränkungen. Die dortigen Wettkämpfe sind wichtig, da sie auf einer ähnlichen Höhe stattfinden wie die Rennen im Olympia-Ort Zhangjiakou. Das erste olympische Rennen ist die Mixed-Staffel am 5. Februar.

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