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Dorothea Wierer leistete sich nur einen Fehlschuss, der war allerdings fatal. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT

Ein Schuss kostet Wierer die ersehnte Medaille

Es scheint wie verhext: Dorothea Wierer hat auch im Massenstartrennen, dem letzten Olympia-Einzelbewerb, an einer Podiumsplatzierung gekratzt, ist am Ende aber zum vierten Mal leer ausgegangen.

Eines vorweg: Was Wierer bis zum letzten Schießen abgeliefert hat, war ihr bis dato bester Auftritt bei den laufenden Winterspielen. Am Schießstand brachte sie in ihrem gewohnten Höllentempo zwölf Scheiben zu Fall und hielt sich in der Loipe konstant im Feld der besten Vier. Beim Showdown am letzten Stehendanschlag zielte die 27-jährige Pustererin allerdings ein Mal daneben, die bis dahin zum Greifen nahegelegene Medaillen war nun plötzlich meilenweit entfernt. Wierer musste in die Strafrunde und somit gleich mehrere Rivalinnen passieren lassen. Am Ende erreichte sie als Sechste das Ziel. Als kleines Trostpflaster holte sie sich ihr zweites Olympia-Diplom ab.

Vittozzi sprintet auf Platz vier


Auf dem letzten Teilstück musste Wierer unter anderem deren Teamkollegin Lisa Vittozzi ziehen lassen, die sich zwei Schießfehler leistete, dafür aber auf den Skiern eine entfesselte Vorstellung bot. Zwar kam sie nicht mehr an die Podiumsplätze heran, setzte allerdings als Vierte ein deutliches Ausrufezeichen. Wierer und Vittozzi scheinen jedenfalls für den Mixed-Bewerb und die abschließende Staffel gerüstet.

Kuzmina lässt alle alt aussehen


Noch deutlich besser als die beiden „Azzurre“ waren am Samstag Anastasiya Kuzmina, Darya Domracheva und Tiril Eckhoff. Insbesondere Kuzmina bot eine überragenden Auftritt. Sie befand sich bereits zur Hälfte des Rennens ganz klar auf Goldkurs, baute ihren Vorsprung in der Folge weiter aus und ließ sich selbst von einem Fehler beim letzten Schießen nicht mehr einholen. Die Slowakin gewann mit fast 20 Sekunden Vorsprung auf die weißrussische Dauerbrennerin Domracheva. Es ist dies Kuzminas drittes Edelmetall in Südkorea, das erste aus Gold. Die Bronzene ging an die Norwegerin Eckhoff, die trotz zweier Schießfehler den dritten Platz absicherte.





Autor: fop

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