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Stina Nilsson geht künftig im Biathlon an den Start. © AFP / MARTIN OUELLET-DIOTTE

Eine Langlauf-Koryphäe will die Biathlon-Szene aufmischen

Die Biathlon-Saison ist gerade erst zu Ende gegangen, da gibt es im Hinblick auf die neue Saison schon eine erste Hammer-Notiz zu vermelden.

Dorothea Wierer (immer unter der Annahme, dass die Südtirolerin weiter macht), Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Røiseland & Co. bekommen in der nächsten Saison nämlich eine prominente Konkurrentin: Stina Nilsson will nämlich ab sofort als Quereinsteigerin die Biathlon-Szene aufmischen. Das hat die Schwedin am Sonntagabend auf ihrem Instagram-Profil verkündet.

Der Wechsel der 26-Jährigen ins Biathlon-Lager kommt überraschend, immerhin gilt Nilsson als absoluter Topstar in der Langlauf-Szene. In 108 Weltcup-Rennen gelangen der Sprint-Spezialistin insgesamt 41 Podestplätze, 23 Mal stand sie am Ende sogar ganz oben. 2019 holte sie sich die kleine Kristallkugel in der Sprint-Wertung. Absoluter Karrierehöhepunkt waren die Olympischen Spiele 2018, als sie sich in Pyeongchang zur Sprint-Olympiasiegerin gekürt hat.

„Ich spüre, dass ich nicht länger warten will.“
Stina Nilsson

Nun will es die Schwedin also bei den Skijägern wissen. Diesen Schritt hat sie schon lange geplant, nun allerdings früher als gedacht in die Tat umgesetzt. „Ich hatte geplant, die nächsten Olympischen Spiele noch im Langlauf zu bestreiten und dann nach 2022 die Sportart zu wechseln. Wegen meiner Verletzung hatte ich aber viel Zeit zum Nachdenken und für erste Schießübungen und ich spüre, dass ich nicht länger warten will“, wird sie auf der Webseite des Weltverbandes zitiert. Nilsson hat heuer eine schwierige Saison absolviert, die sie aufgrund von Rippenproblemen frühzeitig abbrechen musste.
Riskant, aber nicht unmöglich
„Ich habe Respekt vor der Biathlon-Herausforderung“, so die Schwedin. „Ich muss eine Routine dafür bekommen, wie es ist, mit einer Waffe auf dem Rücken zu laufen. Auch die Waffe an sich muss ich erst erforschen, genauso muss ich erst lernen, wie man sich auf dem Schießstand ideal verhält. Es wird nicht leicht werden, aber ich freue mich darauf.“

Gewiss: Der Schritt vom Langlauf- zum Biathlon-Sport ist groß und deshalb auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Dass dieses Modell aber auch Erfolg bringen kann, das beweist die Deutsche Denise Herrmann. Sie war 2016 zu den Skijägern gewechselt, kürte sich 3 Jahre später in Östersund zur Weltmeisterin und schnappte heuer sogar Dorothea Wierer den Sprint-Weltcup weg. Man darf auf Stina Nilsson also gespannt sein.

Autor: det

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