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Dorothea Wierer & Co. haben die WM im Blick. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Fragen & Antworten zur Biathlon-WM

Vom 10. bis zum 21. Februar findet in Pokljuka die Biathlon-Weltmeisterschaft statt. An neun Wettkampftagen geht es um insgesamt zwölf Titel. Für Wierer, Hofer, Windisch & Co. geht die Medaillenjagd wieder los – kann Doro den Südtirolern wieder so viel Freude bereiten wie vor einem Jahr in Antholz?

Ein kleiner Rückblick auf die letzte WM: Die fand bekanntlich in Antholz, im Biathlon-Herzen Südtirols statt. Als das Coronavirus nur eine Nebensache war und noch nicht für Furore sorgte, pilgerten Abertausende Biathlon-Fans in das Antholzer-Tal. Aus Südtiroler Sicht räumte Dorothea Wierer mächtig ab. 4 Mal Edelmetall holt sich die Biathlon-Queen auf ihrer Heim-Loipe, zwei Mal Gold, zwei Mal Silber. Eine der silbernen ist jene der Mixed-Staffel– auch Lukas Hofer und Dominik Windisch bekamen dadurch eine Medaille überreicht.


Etwas mehr als ein Jahr später steht also die nächste WM an. Es geht nach Pokljuka (Slowenien). 11 Tage lang laufen und schießen die besten Skijäger der Welt um die begehrten WM-Medaillen. Ein Überblick:

Der Andrang vor einem Jahr in Antholz war groß – den gibt es heuer nicht. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Wohin geht es?
Genau zwanzig Jahre nach der ersten und bislang einzigen Biathlon-WM in Pokljuka geht es erneut nach Slowenien. Pokljuka ist dabei keine klassische Ortsbezeichnung, sondern der Name einer alpinen Hochebene im Nordwesten des Landes. Im Nationalpark Triglav gelegen, ist Bled die nächste kleine Stadt, in der viele Teams ihr WM-Quartier beziehen. Der Ort mit seinen gut 8000 Einwohnern am Bleder See ist im Sommer vor allem auch für seine Regattastrecke und als Gastgeber vergangenen Ruder-Weltmeisterschaften bekannt. Gut 20 Minuten beträgt die Fahrzeit auf die rund 1300 Meter hoch gelegene Pokljuka.
Wie ist die Corona-Situation in Slowenien?
Angespannt. Die Infektionszahlen sind verhältnismäßig hoch, deswegen gilt Slowenien derzeit als Hochinzidenzgebiet. Die WM findet unter einer sogenannten Blase mit vielen strengen Hygieneregeln statt, Zuschauer vor Ort sind nicht zugelassen. Die Teilnehmer werden regelmäßig auf Corona getestet. Um sich abzuschirmen, hat das deutsche Team in Bled eine Unterkunft für sich ganz alleine und zudem ein eigenes Konzept für die Hygiene. Die Sportler bekommen jeweils Einzelzimmer.
Was geht für die Südtiroler?
Die Frage der Fragen: Kann Dorothea Wierer das Antholz-Kunststück wiederholen? Zuzutrauen ist der 30-Jährigen alles, vor allem wenn es um WM-Titel geht. In der bisherigen Weltcup-Saison konnte Wierer zwar nicht die selben Spitzenergebnisse einfahren wie in der vergangenen Saison, die Rasnerin von der Liste der Medaillenanwärter zu streichen ist aber wie Eier aus einem Omeletten-Rezept zu streichen: Ein No-Go. In guter Form ist Doro nämlich nicht nur für eine Medaille, sondern sogar für Gold gut.

Ist Lukas Hofer in Slowenien endlich ein Podestplatz und damit eine WM-Medaille vergönnt? © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Bei den Herren darf Biathlon-Südtirol große Stücke auf Lukas Hofer halten. Der Montaler ist im Weltcup zuletzt immer wieder um Haaresbreite am Podest vorbeigeschrammt und darf sich zu den größten Widersachern der norwegischen Dominatoren zählen. Auch er ist in Slowenien für eine Medaille gut, dafür braucht es aber endlich das Quäntchen Glück, das ihm bisher immer wieder verwehrt blieb.

Wo man die Azzurri ebenfalls auf der Liste haben sollte, ist in den gemischten Staffeln. Im Quartett haben das Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Lukas Hofer und Dominik Windisch schon ein paar Mal bewiesen. Und auch in der Single-Mixed-Staffel hat Italien mit Dorothea Wierer und Lukas Hofer ein starkes Duo zu bieten.

Alle Biathleten im Aufgebot der Azzurri finden Sie hier.
Wer sind die anderen Favoriten?
Bei den Männern gehen alle WM-Titel – mal wieder – über Johannes Thingnes Bø. Der 27-Jährige bekommt jedoch aus dem eigenen Team viel Konkurrenz. Vier Norweger liegen im Gesamtweltcup derzeit vorne. Bei den Frauen sind es zwei. Dort führt Marte Olsbu Röiseland vor Tiril Eckhoff. Bei den Frauen dürfte auch Hanna Öberg aus Schweden weit vorne landen. Zuletzt in starker Form war die Österreicherin Lisa Theresa Hauser. Dorothea Wierer gehört ebenfalls zu den Anwärtern auf eine Medaille. Bei den Männern könnten die Franzosen um Quentin Fillon Maillet, die Schweden um Sebastian Samuelsson oder eben Lukas Hofer am ehesten eine norwegische Party verhindern.

Wer Gold will, muss an ihm vorbei: Johannes Thinghnes Bø. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Autor: dpa/fs

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