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Lisa Hauser ist Österreichs erste Biathlon-Weltmeisterin. © APA/afp / ANZE KACIN

Hauser schreibt Geschichte, Wierer geht leer aus

Die Österreicherin Lisa Hauser hat das letzte Damen-Rennen bei der Weltmeisterschaft auf der Pokljuka (Slowenien) für sich entschieden. Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi griffen im Massenstart ebenfalls nach einer Medaille, gingen am Ende aber erneut leer aus.

Lisa Hauser aus Reith bei Kitzbühel triumphierte am Sonntag ohne Strafrunde überlegen vor drei norwegischen Ausnahmeathletinnen. Sie avancierte damit zur ersten österreichischen Biathlon-Weltmeisterin überhaupt, bei den Männern gab es bisher durch Wolfgang Rottmann im Jahr 2000 und Dominik Landertinger 2009 auch erst zwei Goldene für den ÖSV.


In Slowenien hat Hauser auch schon Silber mit der Mixed-Staffel und in der Verfolgung geholt. Vor ihrem großen WM-Coup hatte die 27-jährige Nordtirolerin überhaupt erst ein Rennen gewonnen, nämlich den Einzelwettkampf in diesem Jahr in Antholz.

Hinter Hauser holten im Massenstart Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff Silber und Bronze. Sie verdrängten ihre Teamkollegin Marte Olsbu Røiseland aus den Top-3.

Vittozzi rutscht vom Podest
Während die drei Norwegerinnen wie entfesselt um zwei Medaillen kämpften, nahm der Massenstart für Vittozzi ein ganz bitteres Ende. Die 26-Jährige war nach nur einem Schießfehler auf und dran, eine bis dato enttäuschende Saison mit einer Silbermedaille vergessen zu machen. Sie ging als Zweitplatzierte nach dem Schießen auf die letzte Runde, doch dann brach sie völlig ein und musste ihre Rivalinnen aus Skandinavien mit schmerzverzerrtem Gesicht passieren lassen. Am Ende belegte Vittozzi den fünften Rang.

Dorothea Wierer musste drei Mal in die Strafrunde. © APA/afp / JURE MAKOVEC


Anders als ihre Teamkollegin vergab Wierer eine mögliche Medaille nicht in der Loipe, sondern am Schießstand. Sie zielte liegend ein Mal daneben, bei den folgenden beiden Stehendanschlägen erneut jeweils ein Mal. Zwar verzeichnete die Niederrasnerin eine sehr starke Laufleistung, nach den insgesamt drei Strafrunden war am Ende aber nicht mehr drin als Rang acht. Für Wierer enden die Titelkämpfe auf der slowenischen Hochebene damit ohne Medaillengewinn. Bei insgesamt neun WM-Teilnahmen ist dies erst das vierte Mal, dass die 30-Jährige ohne Edelmetall im Gepäck die Heimreise antritt.

Italiens letzte Medaillenchance auf der Pokljuka haben Lukas Hofer und Thomas Bormolini, die ab 15.15 Uhr im abschließenden Herren-Massenstart an den Start gehen. SportNews berichtet mit einem Liveticker in Echtzeit.

Das Ergebnis im Detail:


Autor: fop

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