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Karin Oberhofer

Karin Oberhofer ist zurück: „Olympia? Hoffe auf eine faire Chance“

Die Biathletin hat vor zwei Wochen zum Auftakt der Italienpokal-Saison der Biathleten auf Anhieb den Sprintwettkampf gewonnen. Nach der Geburt ihres Sohns Paul im Juli hat sich die Jung-Mami also schon in Schuss gebracht – und hofft jetzt auch auf eine Olympia-Teilnahme.

„Als ich von der Schwangerschaft erfahren habe, war ich ein bisschen geschockt, hatte vor allem gegenüber meinen Sponsoren ein schlechtes Gewissen. Doch sie haben mich alle unterstützt – und jetzt weiß ich, was die Geburt eines Kindes für ein schönes Gefühl ist“, erklärte Karin Oberhofer vor Kurzem in einem Interview. Im Juli dieses Jahres war es soweit, da hat Söhnchen Paul das Licht der Welt erblickt. Nur wenige Wochen später absolvierte Karin Oberhofer schon die erste Trainingseinheit. Zwar noch sehr eingeschränkt, aber eben ein erster Schritt in Richtung alter Form. „Natürlich stimme ich meine Trainings mit Paul ab, auch, weil ich ihn noch stillen muss. Meine Verwandtschaft unterstützt mich aber wo es nur geht, deshalb lassen sich Trainings und Söhnchen Paul gut vereinbaren“, so Oberhofer im Gespräch mit SportNews.


Renn-Luft geschnuppert

Im November hat die Biathletin aus Feldthurns das erste Schneetraining absolviert, vor zwei Wochen in Forni Avoltri erstmals wieder ein Rennen bestritten und in der letzten Woche in Obertilliach am IBU-Cup (zweithöchste Renn-Serie im Biathlon) teilgenommen. Wie es jetzt weitergeht? „Anfang Jänner bestreite ich ein weiteres IBU-Cup-Rennen und dann müssen wir weiter sehen. Ich fühle mich gut – und für das, dass ich quasi ein Jahr an Training verloren habe, stimmt auch die Form.“ Das unterstreicht nicht nur ihr Sieg im Italienpokal, sondern auch der 16. Platz im Sprint des IBU-Cups. Welche Chancen sie sich für eine Olympia-Teilnahme im Februar in Pyeongchang ausrechnet? „Natürlich würde mich Olympia sehr reizen. Deshalb hoffe ich, auch eine faire Qualifikations-Chance zu bekommen. Am Ende werden die Trainer dann entscheiden.“

In den letzten Wochen kursierte auch die Meldung, dass Oberhofer nach der nachträglichen Sperre der russischen Biathletin Olga Vilukhina eine weitere olympische Bronzemedaille einheimst. „Mich hat Coni-Präsident Giovanni Malagò angerufen und mitgeteilt, dass die Russin gesperrt wurde. Bis aber nicht offiziell ist, dass ich auf Platz 3 vorrücke, mache ich mir eigentlich nicht viele Gedanken darüber.“



SN/td


Autor: sportnews

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