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Dorothea Wierer ließ nichts unversucht, verpasste am Ende aber die Spitzenränge. © APA/afp / JURE MAKOVEC

Kristall statt Edelmetall: Wierer darf sich trösten

Dorothea Wierer hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft auf der Pokljuka-Hochebene in Slowenien erneut die Medaillenränge verpasst. Dafür durfte sie sich aber über eine Kristallkugel freuen.

Ein Jahr nach ihrem Triumph in Antholz muss Wierer den Titel als Einzel-Weltmeisterin abtreten, dafür hat sie aber der Sieg im Disziplinen-Weltcup sicher. Und das, obwohl sie am Dienstag in Pokljuka nach einem sehr starken Beginn nicht über Rang 9 hinauskam.


Wierer bot zum Auftakt der zweiten WM-Woche lange Zeit eine hervorragende Vorstellung. Die ersten beiden Runden am Schießstand absolvierte sie fehlerfrei, in der Loipe setzt sie zunächst Maßstäbe. Doch als sie zum zweiten Mal zum Liegendschießen Platz nahm, wendete sich das Blatt: Wierer zielte ein Mal daneben und bekam eine Strafminute aufgebrummt. Das Bild wiederholte sich dann beim zweiten Stehendanschlag. Zwar war sie da noch immer in Podiumsnähe, doch auf der abschließenden Runde verließen Wierer endgültig die Kräfte. Die grüne Eins stand bei ihrer Zielankunft nur ganz kurz, rasch wurde sie von ihren ärgsten Widersacherinnen abgelöst und schließlich an den Rand der Top-10 gedrängt.

Da in dieser Saison nur drei Einzelwettbewerbe ausgetragen werden und ein Ergebnis gestrichen werden darf, reichen Wierer ein 1. Platz in Kontiolahti und ein 4. Platz in Antholz, um sich den Sieg in der Disziplinenwertung zu sichern. Es ist dies bereits das 6. Kristall in der Karriere der 30-jährigen Rasnerin. Kurios: Neben Wierer bekommt auch Lisa Hauser eine kleine Kristallkugel ausgehändigt. Die Nordtirolerin hat, nach Platz 4 im WM-Einzel, im Ranking ebenfalls 103 Punkte zu Buche stehen.

Davidova überrascht alle
Die Goldmedaille wanderte am Dienstag dagegen völlig unerwartet nach Tschechien: Marketa Davidova, die in ihrer Karriere noch nie ein Einzel gewonnen hat und in dieser Saison auch noch nicht am Podium stand, schockte die gesamte Konkurrenz mit einer makellosen Vorstellung – sowohl am Schießstand, als auch in der Loipe. Sie nahm Einzel-Olympiasiegerin Hanna Öberg 27,9 Sekunden ab und schnappte sich die Goldmedaille.

Hanna Öberg, Marketa Davidova und Ingrid Landmark Tandrevold (v.l.) strahlten vom Podium. © APA/afp / JOE KLAMAR


Hinter Öberg belegte Ingrid Landmark Tandrevold den dritten Platz. Die Norwegerin verdrängte die in der Loipe völlig entfesselte Hauser vom Podium.

Die Azzurre spielten – abgesehen von Wierer – allesamt eine Nebenrolle. Michela Carrara belegte den 31. Platz, Lisa Vittozzi schaffte es nach einem völlig verpatzten ersten Schießen nur auf den 38. Rang. Die beiden Südtirolerinnen Federica Sanfilippo (8 Schießfehler) und Irene Lardschneider (6) reihten sich als 83. bzw. 85. ins Klassement ein.

Das WM-Programm in Pokljuka wird am Mittwoch (ab 14.30 Uhr im SportNews-Ticker) mit dem Einzel der Männer fortgesetzt.

Das Ergebnis im Detail:


Autor: fop

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