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Ingrid Landmark Tandrevold wird mit schweren Vorwürfen konfrontiert. © Instagram

Nach Wierers Vorwürfen: Tandrevold schlägt zurück

Ingrid Landmark Tandrevold lässt die Anschuldigungen von Dorothea Wierer, wonach die Norwegerin versucht haben soll, die Südtirolerin im letzten Saison-Rennen in Kontiolahti zu behindern, nicht auf sich sitzen.

Der Kampf um den Gesamtweltcup war in dieser Saison so spannend wie selten zuvor. Wierer und Tiril Eckhoff waren vor der abschließenden Verfolgung nur 8 Punkte voneinander getrennt. Die 29-Jährige aus Bærum hatte dabei alle Trümpfe in der Hand, ging sie doch 50 Sekunden vor der Niederrasnerin ins Rennen. Bis vor dem letzten Schießen hatte sie sogar die Führung inne, doch dann hielt Eckhoff dem Druck nicht stand und musste gleich 3 Strafrunden absolvieren. Wierer nutzte die Gunst der Stunde und nahm nach einem Fehler die Schlussrunde zusammen mit der Norwegerin in Angriff.

Unsportliches Verhalten?
Um Wierer zu bremsen, soll Eckhoffs Mannschaftskollegin Tandrevold dort zu unschönen Mitteln gegriffen haben. „Sie hat versucht, mir den Weg abzuschneiden“, erklärte die Südtirolerin gegenüber dem Tagblatt Dolomiten (Mittwochsausgabe). „Das war nicht fair, und ich bin schon enttäuscht darüber, dass sie so etwas gemacht haben.“

Durfte sich über den Gewinn des Gesamtweltcups freuen: Dorothea Wierer © APA/afp / TIZIANA FABI


Tandrevold wehrt sich nun gegen diese Vorwürfe. „Es wird immer enge Duelle geben, wenn man sich auf den schmalen Loipen duelliert, aber wir spielen fair“, behauptet die 23-Jährige gegenüber VG Sporten. „Natürlich haben sowohl Tiril als auch ich versucht, Dorothea zu schlagen, damit sie so wenig Punkte wie möglich sammelt. Dass wir sie aber absichtlich behindert haben sollen, ist weit davon entfernt.“ Das Verhältnis zur Südtirolerin sei dabei eigentlich ein gutes. „Wir haben den Rest des Tages viel miteinander geredet. Ich habe sie vielleicht missverstanden“, meint Tandrevold.

Der Nationalmannschaftstrainer der Norwegerinnen Per Arne Botnan weist die Vorwürfe ebenfalls entschieden zurück: „Dass wir Athletinnen sabotieren würden, ist undenkbar. Das hätten wir nie getan. Es ist traurig, wenn sie (Dorothea Wierer, Anm. d. Red.) denkt, dass jemand absichtlich ihr auf die Skier gestiegen ist oder versucht hat, sie aufzuhalten, weil ich denke, dass das nicht stimmt.“

Autor: leo

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Am Fernseher hat es einige Male genau so ausgesehen, wie es Wierer dargestellt hat. Spurwechseln, in den Abfahrten Stupfen und in den Kurven drängeln, das kann zumindest nerven; es müssen ja nicht immer die brachialen Methoden einiger norwegischer Langläufer sein, mich hat es aber gewundert, dass niemand etwas gesagt hat, bis jetzt. Eckhoff hat sich zurück gehalten, aber bei einem Sturz hätte sie auch den Kürzeren ziehen können oder sich selber das Gerät beschädigen. Die Zurückhaltung war nicht unbedingt reine Fairness.

26.03.2020 17:07

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