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Emilien Jacquelin hat seinen WM-Titel von Antholz erfolgreich verteidigt. © APA/afp / JOE KLAMAR

Schießwunder holt Gold – Hofers Risiko bleibt unbelohnt

Der WM-Verfolgung der Herren drückte ein Franzose dick und fett seinen Stempel auf. Lukas Hofer zog sich indes trotz einer fehlerhaften Schießleistung achtbar aus der Affäre.

Der alte und neue Weltmeister in der Verfolgung heißt Emilien Jacquelin. Der Franzose lieferte am Sonntagmittag auf der Pokljuka eine Glanzleistung ab und verteidigte so seinen Titel aus dem Vorjahr, den er in Antholz errungen hatte. Besonders beeindruckend war seine Leistung bei den beiden Stehendschießen: Er räumte nicht nur alle 10 Scheiben ab, sondern benötigte pro Schießstandstopp nur 17 Sekunden – eine Wahnsinnsleistung. Weil er zuvor auch liegend keinen Fehler gemacht hatte, war ihm der Sieg nicht zu nehmen.


Jacquelin zählte schon vor dem Wettkampf zu den großen Favoriten auf den Titel. Einerseits, weil er sich durch seine Bronzemedaille im Sprint in eine ideale Ausgangssituation für die Verfolgung gebracht hatte. Und andererseits, weil er Titelverteidiger war. Im Rennen lieferte er dann eine entfesselte wie makellose Leistung ab und holte sich so souverän den zweiten Weltmeistertitel seiner Karriere.

Bø geht die Luft aus

Nach einem packenden Zielsprint holte sich Samuelsson (rechts) Silber, während Bø mit Bronze vorlieb nehmen musste. © APA/afp / JOE KLAMAR


Hinter Jacquelin entbrannte auf der Schlussrunde ein Zweikampf um die Silbermedaille. Lange Zeit lag Johannes Thingnes Bø auf Kurs zum zweiten Platz, doch auf den letzten Metern schnappte ihm der Schwede Sebastian Samuelsson das silberne Metall noch weg. Ausschlaggebend dafür waren wohl die Strafrunden: Während Bø insgesamt zwei Extrarunden drehen musste, kam Samuelsson fehlerlos durch und hatte so im Finish noch einige Körner übrig. Immerhin: Bø holte die erste Herren-Medaille für Norwegen bei dieser WM.
Hofer läuft wie auf Schienen, trifft aber nicht
Lukas Hofer hatte die Verfolgung – basierend auf das Sprintergebnis – mit rund 50 Sekunden Rückstand von Position 13 aus in Angriff genommen. Deshalb ging der Montaler im ersten Schießen (liegend) sofort volles Risiko, was sich aber nicht bezahlt machte. Hofer schoss drei Mal daneben und musste ebensoviele Extrarunden drehen. Bei den drei weiteren Schießstandstopps kamen zwei Strafrunden dazu. Weit zurückgefallen ist er dadurch aber nicht: Am Ende steht dem Pusterer der 15. Platz zu Buche, was in erster Linie auf seine herausragende Laufleistung zurückzuführen ist.

Ein starkes Rennen zeigte Hofers Teamkollege Thomas Bormolini, der sich von Rang 27 auf Position 19 vorarbeiten konnte. Dominik Windisch hatte dagegen große Probleme am Schießstand: Insgesamt sieben Fehler sorgten dafür, dass er am Ende auf Platz 36 rangiert. Ein völlig verkorkstes Rennen erlebte Jungspund Didier Bionaz: Der 20-Jährige, der im Sprint noch mit Rang 21 aufgezeigt hatte, verfehlte insgesamt 13 von 20 Scheiben und liegt im Schlussklassement auf dem 58. und somit drittletzten Rang.


Autor: det

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