e Biathlon

Hofer, Chenal, Bormolini und Windisch auf dem zweiten Stockerlplatz (Foto: IBU) Dominik Windisch behielt den Durchblick

Sensation im Nebel: Azzurri klettern aufs Podest!

Die italienische Biathlon-Staffel, mit den beiden Südtirolern Lukas Hofer und Dominik Windisch, hat zum Abschluss der Weltcupetappe in Oberhof für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Am Ende eines turbulenten Rennens, das mehrfach vor dem Abbruch stand, belegte sie hinter Schweden den zweiten Platz.

Am 5. Januar 2012 strahlte eine italienische Männerstaffel letztmals vom Siegerpodium. Bereits damals waren Dominik Windisch und Lukas Hofer mit dabei. Fast auf den Tag genau sechs Jahre später haben die beiden Südtiroler - dieses Mal gemeinsam mit Thomas Bormolini und Thierry Chenal - den Überraschungscoup beinahe wiederholt. Sie belegten den zweiten Platz. Schauplatz damals wie heute: Die Rennsteig-Arena in Oberhof.

Das Biathlonzentrum im Thüringer Wald ist bei den Athleten seit jeher wegen seiner schwierigen Wetterverhältnisse gefürchtet. Warum, wurde am Sonntag einmal mehr deutlich: Bei Wind und dichtem Nebel mussten die Skijäger an ihre Leistungsgrenze gehen. Da die grenzwertigen Bedingungen konstant schwankten, fasste die Jury immer wieder einen vorzeitigen Abbruch ins Auge.


Weltklasse-Leistung von Windisch


Den besten Durchblick behielten lange Zeit die Biathleten aus Italien: Thomas Bormolini musste zwar ein Mal in die Strafrunde, doch übergab er in aussichtsreicher Position an Lukas Hofer. Der routinierte Montaler startete dann eine furiose Aufholjagd, die Dominik Windisch schließlich fortsetzte. Der Oberrasner bot am Schießstand eine unglaubliche, fehlerfreie Leistung und übergab als Erster mit mehr als einer Minute Vorsprung an Schlussläufer Thierry Chenal. Der unerfahrene Athlet aus dem Aostatal hatte größere Schwierigkeiten als seine Teamkollegen zuvor und musste Schweden schließlich beim letzten Schießen passieren lassen. Allerdings sicherte Chenal den zweiten Platz ab und verhalf den Azzurri somit zur überraschenden Podiumsplatzierung.

Ähnlich unerwartet fiel der Sieg der Schweden aus. Fredrik Lindstöm lief am Ende mit einem Vorsprung von etwas mehr als einer Minute ins Ziel. Rang drei ging an die Norwegen um deren starken Schlussläufer Tarjei Bø.



Ergebnis Weltcup-Staffel der Männer in Oberhof (GER):

1. Schweden 1:19.44,1 Stunden (1 Strafrunde + 9 Nachlader)
Ponsiluoma, Nelin, Samuelsson, Lindström
2. Italien +1:10,8 Minuten (2+11)
Bormolini, Hofer, Windisch, Chenal
3. Norwegen +2:04,6 Minuten
Christiansen, L'Abee-Lund, Birkeland, Bø
4. Russland +2:32.1 (3+16)
5. Frankreich +2:41,3 (6+16)
6. Deutschland +3:40,0
7. Schweiz +4:13,8 (5+21)
8. Bulgarien +6:03,1 (5+15)



SN/Alexander Foppa

Autor: sportnews

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