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Tiril Eckhoff stand ihrer Freundin zur Seite. © NRK

Warum eine Biathlon-Größe Tandrevold trösten musste

In rund zwei Monaten beginnt die neue Biathlon-Saison. Die ersten Wettkämpfe und Tests sind jedoch schon in vollem Gange – auch in Norwegen, wo es nach einem Rennen zu einer rührenden Szene kam.

Sie ist zweifache Staffel-Weltmeisterin, trug in ihrer jungen Karriere bereits das gelbe Trikot der Gesamtweltcup-Führenden und ist auf dem besten Wege, den Biathlon-Sport in den nächsten Saisonen maßgeblich mitzubestimmen. Ingrid Landmark Tandrevold weiß jedoch auch, dass im Leben einer Spitzenathletin nicht immer alles reibungslos läuft. Als bei der Norwegerin am Wochenende die Tränen kullerten, bekam sie das an der eigenen Haut zu spüren. Der Grund? Zwei völlig verpatzte Rennen bei den norwegischen Sommer-Meisterschaften.

Zweifel schon vor den Rennen
„Ich war mir ein wenig unsicher, ob ich überhaupt teilnehmen sollte“, sagte die 23-Jährige gegenüber dem norwegischen Rundfunk NRK. „Es war wohl etwas zu viel für meinen Kopf. Aber ich bin hierher gekommen, weil ich das Gefühl hatte, stark genug zu sein.“ Acht Fehler und eine katastrophale Stehend-Quote beförderten sie jedoch mit über drei Minuten Rückstand auf die Siegerin Tiril Eckhoff auf Rang 15.

Jene Tiril Eckhoff, die die am Boden zerstörte Tandrevold nach dem Rennen tröstete. „Sie ist viel besser als das, was sie gezeigt hat. Die Sommer-Meisterschaften sind Sommer-Meisterschaften und nicht mit Wettkämpfen im Winter zu vergleichen“, betont die 30-Jährige. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie im Winter ihr wahres Gesicht zeigen wird.“ Auch beim Sprint am Sonntag mischte Tandrevold nicht im Spitzenfeld mit.

Tiril Eckhoff präsentiert ihre Trophäe. © Tiril Eckhoff


Mit dem Stehendschießen habe Tandrevold schon in Vergangenheit zu kämpfen gehabt. Sie habe aber das Gefühl, dass sie dieses Jahr „große Fortschritte gemacht hat“. Umso bitterer sei dieses Ergebnis. „Ich versuche nun zu denken, dass man einen Schritt zurück machen muss, bevor man einen vorwärts macht – auch wenn ich frustriert und enttäuscht bin“, meint die Frau aus Bærum. Jetzt brauche sie zunächst eine Verschnaufpause. Dass sie in der nächsten Woche ihren 24. Geburtstag feiert, wird ihr helfen, darüber hinwegzukommen.

Autor: leo

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