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Trotz strapaziösem Rennen: Dorothea Wierer zeigt sich gut gelaunt. © APA/afp / JURE MAKOVEC

Wierer nach Kugel-Coup: „Teile lieber als nichts zu gewinnen“

Dorothea Wierer muss bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Slowenien weiter auf ihre erste Medaille warten. Die Durststrecke verdirbt der Rasnerin aber keinesfalls die Laune – auch weil sie glänzenden Ersatz für Edelmetall gefunden hat.


Mit dem 9. Platz am Dienstag hat sich Wierer im Einzel die kleine Kristallkugel gesichert. Entscheidend für den Erfolg in der Disziplinenwertung war ausgerechnet eine Norwegerin, nämlich Ingrid Landmark Tandrevold. Sie war es, die Lisa Hauser mit der hohen Startnummer 56 noch vom Podium gedrängt und der Nordtirolerin dadurch die entscheidenden Weltcuppunkte abgenommen hat. Somit stehen Wierer und Hauser in der Einzel-Wertung mit 103 Zählern ex aequo an der Spitze. Sie erhalten beide eine Kristallkugel. „Lieber teile ich mit jemandem als gar nichts zu gewinnen“, scherzte Wierer im Ziel, „Lisa hat eine überragende Saison. Sie verdient sich diese Kugel, sie verdient sie vielleicht mehr als ich.“

„Wir sind richtig gute Freundinnen“
Lisa Theresa Hauser
Dem erwiderte Hauser über die Kanäle des Biathlon-Weltverbands (IBU) prompt: „Das ist nett von Doro, wir sind richtig gute Freundinnen. Sie ist eine der besten Biathletinnen der Welt. Ich würde sagen, wir haben uns beide diesen Erfolg verdient.“ Hauser hatte vor dem letzten von drei Einzelrennen in dieser Saison als Siebtplatzierte keinerlei Ambitionen auf die Kristallkugel und war im Anschluss völlig überrascht: „Daran hatte ich im Vorfeld überhaupt nicht gedacht“.
„Das ist nunmal die WM, da gibt es keine Rückzieher“
Dorothea Wierer
Für Wierer war es dagegen ein kleiner Trost für eine bis dato sehr glücklose WM. Sie war krankheitsgeschwächt nach Pokljuka gereist und hat bisher die angestrebten Medaillenränge verpasst. „Das ist irgendwie nicht meine Saison. Ich bin meine Rennen gelaufen, obwohl ich mich nicht gut gefühlt habe. Aber das ist nunmal die Weltmeisterschaft, da gibt es keine Rückzieher, es gilt um jede Sekunde zu kämpfen.“

Das wird Wierer auch in den verbleibenden Rennen in die Tat umsetzen. Nach dem Einzel der Männer am Mittwoch warten noch der Single-Mixed-Bewerb, die Staffeln und der abschließende Massenstart.
Das weitere WM-Programm:
Mittwoch, 17. Februar
14.30 Uhr: Einzel der Herren

Donnerstag, 18. Februar
15.15 Uhr: Single-Mixed-Staffel

Samstag, 20. Februar
11.45 Uhr: Staffel der Damen
15 Uhr: Staffel der Herren

Sonntag, 21. Februar
12.30 Uhr: Massenstart der Damen
15.15 Uhr: Massenstart der Herren


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Autor: fop

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