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Dorothea Wierer kritisierte den Biathlon-Weltverband hart. © APA/afp / JUSSI NUKARI

Wierer schießt scharf gegen IBU: „Das Geld kommandiert“

Nach dem Sprint-Wettkampf in Kontiolahti hat Dorothea Wierer scharf in Richtung des Biathlon-Weltverbands IBU geschossen. Die Südtirolerin warf dem Verband vor, nur an den eigenen Profit zu denken.

Biathlon ist eine der wenigen Sportarten, die sich bisher „immun“ gegen das Coronavirus zeigt. Die Verantwortlichen hielten es bisher nicht für notwendig, die Weltcupsaison vorzeitig zu beenden. Deshalb sind Dorothea Wierer & Co. seit Tagen in Kontiolahti im Einsatz – allerdings nicht zur Freude der Rasnerin. Nach dem Sprint-Wettkampf am Freitag hat Wierer scharf in Richtung der IBU-Bosse geschossen.

Wierer mit einer Botschaft auf dem Gewehr
„Das Verhalten der IBU macht mich betroffen. Es wurde entschieden, dass wir weiterhin Wettkämpfe bestreiten müssen und das, obwohl die gesamte Sportwelt stillsteht“, wird die Doppelweltmeisterin von Antholz auf fisi.org zitiert. Wierer kreidet dem Verband an, nur an die eigenen Interessen zu denken: „Es kommandiert das Geld und die Verträge. An die Gesundheit der Sportler denkt keiner. Keiner von uns wurde gefragt, was wir möchten.“

Um ihre Solidarität mit allen, vom Coronavirus betroffenen Menschen auszudrücken, bestritt Wierer den Kontiolahti-Sprint mit einer Aufschrift auf dem Sichtschutz des Gewehrs. „Alles wird gut“, hatte die Biathlon-Queen darauf geschrieben.

Aller Kritik zum Trotz bestätigte die IBU, dass auch die Verfolgungsrennen am Samstag wie geplant über die Bühne gehen. Die Staffelrennen vom Sonntag werden hingegen nicht ausgetragen.

Autor: cst

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