e Biathlon

Lisa Vittozzi beeindruckte mit schnellem und (fast) fehlerfreiem Schießen. © AP / Fredrik Sandberg

Wierer & Vittozzi reichen nicht: Damen-Staffel abgeschlagen

Einen Tag nach dem unerwarteten Podestplatz in der Herren-Staffel wollten es die Damen Lukas Hofer & Co. gleichtun. Auf dem Papier schien dies im Rahmen der Möglichkeiten, doch ein ungenügendes Schießergebnis machte alle Chancen zunichte.

Lisa Vittozzi brachte die italienische Staffel zunächst standesgemäß in Führung: Nur ein einziges Mal patzte die 24-Jährige am Schießstand - 13 Sekunden Vorsprung gab sie ihrer Mannschaftskollegin Nicole Gontier mit auf dem Weg.

Dieser schmolz bereits in der Loipe und spätestens als Gontier im Liegendschießen 4 Mal das Ziel verfehlte und in die Runde musste, zogen die Konkurrentinnen an ihr vorbei. Der Rückstand zu der führenden schwedischen Staffel wuchs in der Folge noch weiter an, denn die 28-Jährige schoss im Stehendanschlag gleich 5 Mal daneben, was 2 Strafrunden zur Folge hatte. Als Dorothea Wierer ins Rennen eingriff, betrug der Rückstand bereits knapp zweieinhalb Minuten.

Wierer holt auf
Die Niederrasnerin zeigte ein großartiges Rennen: Kein einziges Mal musste sie nachladen, war in der Loipe zudem blitzschnell und holte im Vergleich zur Spitze knapp 50 Sekunden auf. Sie übergab an Rang 10 liegend an Federica Sanfilippo mit 1.37,9 Minuten Rückstand. Die Ridnaunerin konnte allerdings keine weitere Zeit gut machen, denn im abschließenden Schießen unterliefen ihr 2 Fehler. Letztendlich beendeten die Azzurre das Rennen auf Platz 12 mit über 4 Minuten Rückstand.
Norwegen jubelt, die Schweiz überrascht
Im vorderen Feld lieferten sich Norwegen, Schweden, Deutschland und die Schweiz einen packenden Vierkampf: Mona Brorsson und Aita Gasparin konnten sich vor dem letzten Wechsel ein wenig absetzen, wenngleich die laufstarke Tiril Eckhoff den Rückstand in der Loipe kontinuierlich wett machte.

Die Vorentscheidung fiel in der vorletzten Schießeinlage, als Hanna Öberg drei Fahrkarten schoss und Marte Olsbu Roeiseland fehlerfrei blieb. Weil die Norwegerin auch im Stehendanschlag die Nerven bewahrte, konnte den Skandinavierinnen den Sieg keiner mehr nehmen. Die Schweiz auf Rang 2 und Schweden auf Rang 3 komplettierten das Podest. Die deutsche Staffel wurde Vierte.

Das Ergebnis:
Pos.NameStrafrunden/FehlerZeit
1.Norwegen0+101:11.08,7 Stunden
2.Schweiz0+4+ 8,5 Sekunden
3.Schweden0+8+10,2
4.Deutschland1+9+ 15,5
5.Russland0+9+1.37,7 Minuten
12.Italien5+10+4.08,4

Autor: leo

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210