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Dorothea Wierer zeigte stark auf. © Pentaphoto

Wierers fabelhafte Aufholjagd: Nur das i-Tüpfelchen fehlt

Nach dem verpatzten WM-Sprint auf der Pokljuka hat Dorothea Wierer am Sonntag in der Verfolgung eine fulminante Aufholjagd gestartet. Am Ende fehlte nur die Krönung, sprich die Medaille.

Eine Dorothea Wierer darf man nie abschreiben. Nach dem verpatzten Sprint am Samstag, bei dem sie mit mehr als einer Minute Rückstand auf Rang 20 gelandet war, hatten nicht mehr viele Experten die Rasnerin für die Verfolgung auf dem Zettel. Dann startete Wierer aber eine furiose Aufholjagd – und schrammte mit ihrem vierten Platz nur hauchdünn an einer Medaille vorbei.


Basierend auf ihrem Sprint-Ergebnis vom Samstag war Wierer mit 80 Sekunden Rückstand und von der 20. Position aus in die Verfolgung gestartet. Davon ließ sie sich aber nicht beirren und spielte ihre Stärken vor allem auf dem Schießstand aus. Durch fehlerlose Leistungen kämpfte sie sich nach vorne, machte Position um Position gut und bog schließlich als Siebten zum letzten Stehendschießen ein. Weil ihre besser platzierten Konkurrentinnen fast ausnahmslos Federn ließen und in die Strafrunde mussten, durfte Wierer sogar von einer nicht mehr für möglich gehaltenen Medaille träumen – auch, weil die Pustererin die letzten fünf Scheiben tadellos zum Fallen brachte.

Zum Schluss geht die Kraft aus
Wierer nahm die Schlussrunde also als Vierte in Angriff, fünf Sekunden hinter der Österreicherin Lisa Theresa Hauser. Doch in der Loipe reichte die Kraft nicht mehr aus: Zu einem entscheidenden Angriff auf die Medaillenränge kam es nicht mehr. Während also die heurige Sensationsdame Hauser alles in die Waagschale warf und auch noch die Französin Anais Chevalier-Bouchet einholte, verwaltete Wierer ihren vierten Platz. Auch wenn das i-Tüpfelchen, sprich eine Medaille, fehlte: Wer sich von Position 20 auf Rang vier vorarbeitet, der kann mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein.

Medaillensammlerin: Tiril Eckhoff. © APA/afp / JURE MAKOVEC


In einer eigenen Liga lief dagegen Tiril Eckhoff, die bei dieser Weltmeisterschaft nicht zu stoppen ist. Nach den Triumphen mit der Mixed-Staffel und im Sprint holte die Norwegerin auch in der Verfolgung souverän Gold.
Alptraum-Nachmittag für Vittozzi
Mit Medaillenhoffnungen war auch Lisa Vittozzi in die Verfolgung gestartet, immerhin hatte sie nach ihrem fünften Platz im Sprint eine ideale Ausgangsposition. Doch die Biathletin aus Sappada/Plodn erlebte einen Alptraum-Nachmittag: Schon beim ersten Schießen ließ sie vier von fünf Scheiben stehen, in den folgenden drei Schießeinlagen kamen sechs weitere Fehler dazu. Mit insgesamt zehn „Fahrkarten“ fiel Vittozzi auf Rang 48 zurück.

Ein Nachmittag zum Vergessen für Lisa Vittozzi. © APA/afp / JURE MAKOVEC


Auch für die Grödnerin Irene Lardschneider lief es nach dem soliden Sprint (Platz 24) nicht nach Wunsch. Die Wolkensteinerin hatte mit großen Problemen in der Loipe zu kämpfen, zusätzlich handelte sie sich drei Schießfehler ein, sodass sie auf Rang 51 zurückfiel. Somit war Michela Carrara als 38. die beste Azzurra hinter Dorothea Wierer.

Bei der WM auf der Pokljuka geht es am Dienstag mit dem Einzelrennen der Damen (12.05 Uhr) weiter. Tags darauf sind die Herren in dieser Disziplin (14.30 Uhr) im Einsatz.



Autor: det

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