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Dominik Windisch zeigte in Hochfilzen seine ganze Klasse. © APA / EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Windisch & Co. rutschen vom Podium

Lange Zeit sah es so aus, als könnten Italiens Biathleten im ersten Männer-Staffelrennen der Saison aufs Podest laufen, am Ende aber mussten sie mit Platz sechs Vorlieb nehmen.

Nur zwei Stunden nach dem überragenden Erfolg der Frauen-Staffel schien es so, als wollten es die „Azzurri“ Dorothea Wierer & Co. gleichtun. Bis zum letzten Schießen waren sie auf Podiumskurs, doch dann kam eine alte Erkenntnis zum Tragen: Italien fehlt ein vierter Weltklassemann.

Hofer und Windisch lagen in Führung

Der Auftakt verlief nämlich äußerst vielversprechend. Thomas Bormolini zeigte sich am Schießstand überraschend abgebrüht und blieb als einziger des italienischen Teams bei allen Versuchen fehlerfrei. Er übergab an Position zwei an Lukas Hofer. Der formstarke Montaler, der erst am Vortag als Fünfter in der Verfolgung sein bestes Saisonergebnis eingefahren hatte, musste am Schießstand zwar drei Mal nachladen, machte diese Patzer aber mit einer überragenden Laufleistung wett und schickte Dominik Windisch in Führung liegend in die Loipe. Der zweifache Olympia-Medaillengewinner aus Rasen verwaltete den Vorsprung mit nur einem Fehlschuss geschickt und legte somit die Basis für eine mögliche Spitzenplatzierung.

Diese konnte Thierry Chenal aber nicht nutzen, im Gegenteil: Der junge Aostaner verausgabte sich im Duell mit dem in Führung liegenden Schweden Sebastian Samuelsson und brach nach dem Liegendschießen völlig ein. Beim Stehendanschlag wurde er von Benedikt Doll aus den Top-3 verdrängt, später fiel er sogar noch auf Platz sechs zurück.

An der Spitze hielt Samuelsson Vetle Sjåstad Christiansen in Schach und verwies Norwegen auf den zweiten Platz. Rang drei ging Deutschlands Biathleten, die eine starke Aufholjagd hingelegt haben.

Ergebnis Männer-Staffel in Hochfilzen (Tirol/AUT):
Pos.LandZeitStrafrunden/Nachlader
1.Schweden1:16.10,6 Stunden0/5
2.Norwegen+3,60/7
3.Deutschland+28,81/6
4.Österreich+41,70/7
5.Russland+52,70/10
6.Italien+1.13,30/7
7.Tschechien+1.22,60/7
8.Schweiz+1.33,11/9


Autor: fop

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