F Olympia 2018

Die CONI-Homepage zeigt viele Südtiroler Gesichter. (Screenshot CONI)

CONI listet 51 Südtiroler Olympiastarter auf

Im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Pyeongchang läuft der Endspurt um die begehrten Startplätze. Der CONI, das Olympische Komitee Italiens, listet auf seiner Homepage 121 Namen von Olympiastartern auf, davon kommt fast die Hälfte aus Südtirol.

Der CONI spricht in seiner Gliederung von 51 Südtirolern. Diese Zahl stimmt so allerdings nicht, denn sie umfasst auch die zwei Skirennläufer Stefano Gross und Emanuele Buzzi, die zwar in Südtirol geboren wurden (in Bozen bzw. Innichen), aber in Pozza di Fassa bzw. Sappada/Bladen leben.

Auch die auf 49 reduzierte Zahl wäre sehr hoch und würde bedeuten, dass sogar drei Südtiroler Wintersportler mehr zu Olympia fahren als noch vor 4 Jahren, als 46 Südtiroler in Sotschi dabei waren.


Nur 18 Lombarden und 14 Trentiner

Beeindruckend ist die Tatsache, dass das kleine Südtirol laut CONI das bei weitem größte Kontingent im Olympiateam der „Azzurri“ stellen wird. Die zweitgrößte Gruppe hinter den 51 bzw. 49 Südtirolern stellt die Lombardei mit 18 und das Trentino mit 14 Olympiastartern.

Die Liste des CONI ist sicher nicht weit entfernt von der Realität, allerdings kommen doch ein paar Zweifel auf, z.B. teilweise auch beim Vergleich mit den „SportNews“-Prognosen vom 9. Jänner.


Alle vier Snowboard-Startplätze an Südtiroler?

Bei den Snowboardern etwa ist es zwar wünschenswert, aber ziemlich unwahrscheinlich, dass alle vier verfügbaren Startplätze an Südtiroler gehen. Denn zuletzt in Bad Gastein war Maurizio Bormolini aus Livigno, der auf der CONI-Liste nicht aufscheint, deutlich besser als Christoph Mick, Roland Fischnaller, Aaron March und Edwin Coratti.

Ein bisschen anders ist die Lage bei den Nordischen Kombinierern, wo angesichts der heurigen sehr mageren Ergebnisse abzuwarten ist, ob überhaupt ein Team nach Südkorea mitgenommen wird oder nur einzelne Athleten wie Alessandro Pittin. Aus Südtiroler Sicht eigenartig ist, dass der junge Aaron Kostner nicht auf der CONI-Liste aufscheint, obwohl er sich zumindest für Weltcuprennen wie zuletzt im Fleimstal qualifizieren konnte im Gegensatz zum gelisteten Routinier Lukas Runggaldier, der heuer viel schuldig bleibt.


CONI-Liste nennt nicht weniger als 11Alpine aus Südtirol

Bei den Alpinen, die vom CONI großzügig mit 11 Startplätzen bedacht werden, überrascht ein bisschen, dass Patrick Thaler, Verena Stuffer und Nicol Delago gelistet sind, während Anna Hofer nicht berücksichtigt wurde. Möglicherweise werden wohl alle vier nicht nach Pyeongchang fahren, es sei denn, sie erreichen in den nächsten Tagen noch Top-Ergebnisse.

Sehr unwahrscheinlich erscheint eine Olympiateilnahme auch für zwei andere vom CONI genannte Sportlerinnen: Die Skispringerin Evelyn Insam hat sich in dieser Saison noch nicht in Szene setzen können, während Biathletin Karin Oberhofer bislang erst gar nicht im Weltcup eingesetzt wurde.

Einer der wenigen Namen von möglichen Olympiastarter, der auf der CONI-Liste fehlt, ist jener des Bobfahrers Patrick Baumgartner, der speziell im Viererbob durchaus noch reelle Chancen auf eine Einberufung hat.


SN/ds

Autor: sportnews

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