3 Eisschnelllauf

Sven Kramer sorgte am Ritten für Glanzlichter. © H. Wisthaler

Kramer holt am Ritten zehnten Allround-Titel

Die Europameisterschaften der Eisschnellläufer an der Arena Ritten sind am Sonntag mit einem Herzschlag-Finale zu Ende gegangen.

Im Mehrkampf setzte sich der Niederländer Sven Kramer durch, der mit einem Vorsprung von nicht einmal 0,10 Punkten auf seinen Landsmann Patrick Roest zum zehnten Mal EM-Gold holte. Den Sprint-Vierkampf der Frauen entschied die Nordtirolerin Vanessa Herzog für sich, die mit 151,445 Zählern einen neuen Freiluft-Rekord aufstellte. Für eine neue Outdoor-Bestmarke sorgte auch die Russin Daria Kachanova, die die 1000 Meter in 1.15,21 Minuten bewältigte.

Herzschlagfinale bei den Herren
Der Mehrkampf der Männer war an Spannung kaum zu übertreffen. Der Niederländer Sven Kramer übernahm am frühen Nachmittag dank des Sieges über 1500 Meter die Führung im Klassement. Im abschließenden 10.000-Meter-Rennen lag der viermalige Olympiasieger komfortabel in Führung. Auf den Schlussrunden brach Kramer aber ein wenig ein und musste sich am Ende sogar noch seinem Landsmann Patrick Roest knapp geschlagen geben, der die 25 Runden im Rittner Eisring in 13.26,45 Minuten beendete.

Dennoch setzte sich im Kampf um den Allround-Titel Sven Kramer extrem knapp mit 150,103 zu 150,199 Zählern durch. Die herausragende Karriere des 32-Jährigen hatte am Ritten begonnen, denn 2007 hatte er in Südtirol sein allererstes EM-Gold geholt. 12 Jahre später fixierte er an der Arena Ritten EM-Titel Nummer zehn. Silber ging an Roest, die Bronzemedaille gewann hingegen der Norweger Sverre Lunde Pedersen. Ins Finale schaffte es auch ein „Azzurro“: Der Trentiner Andrea Giovannini beendete die EM am Ritten auf dem sechsten Platz.
Herzog holt EM-Gold
Im Sprint-Vierkampf der Frauen wehrte die Nordtirolerin Vanessa Herzog alle Angriffsversuche ihrer russischen Konkurrentinnen Daria Kachanova und Olga Fatkulina ab. Die Halbzeitführende aus Österreich blieb über die 500m in 37,62 Sekunden nur 1/100 Sekunde über jenem Freiluft-Rekord, den sie am Vortag auf dem sensationell schnellen Rittner Eis pulverisiert hatte.

Vanessa Herzog (Foto: H. Wisthaler).


Über die 1000m sorgte dann Kachanova in 1.15,21 Minuten für eine neue Outdoor-Bestmarke, doch Herzog konterte mit 1.15,89 und holte erstmals in ihrer Karriere EM-Gold im Sprint-Vierkampf. Mit 151,445 Punkten stellte die 23-jährige Österreicherin ebenfalls einen neuen Freiluft-Rekord auf – es war der insgesamt achte im Laufe der kontinentalen Meisterschaften der Eisschnellläufer auf dem Südtiroler Hochplateau.

Eisschnelllauf-EM in Klobenstein
Endstand Mehrkampf Männer:
Gold: Sven Kramer (NED) 150,103
Silber: Patrick Roest (NED) 150,199
Bronze: Sverre Lunde Pedersen (NOR) 150,836
4. Havard Bokko (NOR) 152,456
5. Sergey Trofimov (RUS) 153,888
6. Andrea Giovannini (ITA) 154,018

Endstand Sprint-Vierkampf Frauen:
Gold: Vanessa Herzog (AUT) 151,445
Silber: Daria Kachanova (RUS) 151,870
Bronze: Olga Fatkulina (RUS) 152,430
4. Jutta Leerdam (NED) 152,790
5. Sanneke De Neeling (NED 153,865
6. Letitia de Jong (NED) 154,155

Autor: pm/det

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