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Mona-Liisa Nousiainen starb im Alter von 36 Jahren. © twitter

Also bereitete Finnlands Langlauf-Ass den eigenen Tod vor

Vor einem Jahr ist die finnische Weltklasse-Langläuferin Mona-Liisa Nousiainen im Alter von nur 36 Jahren gestorben. Jetzt kommen ergreifende Details ans Licht.

Im März 2018 hatte Mona-Liisa Nousiainen ihr 110. Weltcuprennen bestritten. Danach war für die Sprint-Spezialistin Schluss: Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer damals 8-jährigen Tochter wollte sie in ein Leben nach der Sportler-Karriere starten. Doch dann kam alles anders: Wenige Monate nach dem Ende der Laufbahn wurde bei Nousiainen ein aggressiver Krebs diagnostiziert.

Mona-Liisa Nousiainen gewann in ihrer Karriere 2 Weltcup-Rennen. © AFP / ANDREAS SOLARO


Für die Finnin begann nun ihr größter Kampf. Ein Kampf, bei dem Weltcuppunkte oder Podestplätze plötzlich nur mehr wie Lappalien wirkten. Es ging um etwas viel Größeres, um das höchste Gut, das Leben. Doch der Krebs erwies sich als zu aggressiv. Im Sommer 2019, also ein Jahr nach der Diagnose, starb die zweimalige Weltcup-Siegerin im Alter von nur 36 Jahren. Ein Tod, der nicht nur Finnland, sondern die ganze Langlauf-Welt bestürzte.
Die eigene Beerdigung geplant
Nousiainen hat der Nachwelt aber ein Vermächtnis hinterlassen. In den letzten Monaten ihres Lebens hat sie gemeinsam mit einer Sportjournalistin eine Autobiographie verfasst, die im kommenden Herbst erscheinen wird. Finnische Medien haben bereits einen Auszug erhalten. Die Worte, die darin enthalten sind, sind bewegend. So plante Mona-Liisa bereits im Winter vor ihrem Tod die eigene Beerdigung. Sie wollte, dass ihre Asche in verschiedenen Teilen der Welt verstreut wird, zu denen sie eine besondere Beziehung hat. Es war ihr wichtig, die Asche an Orten zu verteilen, an denen sie ihre Liebsten besuchen konnten.

„Das Zuhause ist der wichtigste Ort für mich. Ich möchte nur mit meinen Lieben zu Hause sein. Jemand fragte mich, ob ich ungelöste Probleme mit anderen Menschen hätte. Ich antwortete, dass es niemanden gibt“, sagt Nousiainen in ihrer Autobiographie. Bewegende Worte einer starken Frau, wie auch ihr Mann Ville in einem Interview erklärte: „Sie hat mit ihrem Schicksal nie gehadert und es tapfer hingenommen.“

Autor: det

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