o Langlauf

Klæbo verwies Ustiugov (l.) und Poltoranin (r.) auf die Plätze (Foto: M. Andres) Dietmar Nöckler (2.v.r.) warf nochmal alles in die Waagschale (Foto: P. Teyssot)

Ausnahmetalent Klæbo siegt auch in der Nordic Arena

Der 21-jährige Norweger hat auch in Toblach sein enormes Potenzial unter Beweis gestellt: Er gewann die Klassik-Verfolgung über 15 Kilometer in beeindruckender Manier. Dietmar Nöckler konnte hingegen nur wenige Plätze gutmachen.

Das abschließende Weltcuprennen im Hochpustertal nutzte Johannes Høsflot Klæbo zur ganz großen Show. Der Skandinavier, der tags zuvor den zehnten Platz belegt hatte, schloss rasch zur Spitze auf und behauptete sich im vorderen Feld. Auf den letzten Kilometern zeichnete sich bereits ab, was der norwegische Senkrechtstarter im Schilde führte: Einen entfesselten Schlusssprint, der selbst die ärgsten Widersacher in den Schatten stellen sollte. Am Ende riss Klæbo vorzeitig die Hände hoch und glitt mit einem Vorsprung von 1,9 Sekunden über die Ziellinie. Den zweiten Platz in dem hochspannenden Verfolgungswettkampf sicherte sich der letztjährige Toblach-Sieger Sergey Ustiugov. Der Russe ließ Alexey Poltoranini hinter sich, der sich von Platz 14 bis in die Spitzengruppe vorgekämpft hatte. Simen Hegstad Krüger, der im Einzelbewerb die Nase vorne hatte, musste seine Rivalen im Schlusssprint ziehen lassen und sich mit dem zehnten Rang begnügen.

Nach der Zielankunft der Top-Athleten waren in der Nordic Arena alle Augen auf den Pusterer Lokalmatador Dietmar Nöckler gerichtet, der allerdings mit Platz 47 vom Vortag eine große Hypothek zu tragen hatte. In dem von ihm bevorzugten Klassik-Stil zeigte er zwar eine bessere Leistung, konnte sich am Ende aber nur bis auf Rang 42 vorarbeiten. Nöckler war der drittbeste Azzurro. Schneller waren Giandomenico Salvadori, der es auf Rang 20 schaffte und Francesco De Fabiani. Er fiel von Startposition 15 auf den 27. Platz zurück. Alle weiteren Italiener platzierten sich im hinteren Feld.



Die Stimmen zum Rennen:

Johannes Høsflot Klæbo (NOR): “Bin überglücklich hier erstmals einen Sieg bejubeln zu dürfen, nachdem ich im Vorjahr in Toblach bereits am Podium stand. Die neue, hügelige Streckenführung kommt meinen Eigenschaften sehr entgegen. Heute habe ich mich bereits morgens viel besser gefühlt als noch am gestrigen Renntag. Ein großer Dank geht an mein Serviceteam, denn meine Skier waren auf den Abfahrten einfach der Hammer.“

Sergey Ustiugov (RUS): „Ich hatte während des gesamten Rennens ein richtig gutes Gefühl. Ich bin vorsichtig gestartet, habe aber stets den Kontakt zur Spitzengruppe behalten und schließlich auf den letzten Kilometern nochmal richtig angegriffen. Klaebo war heute einfach zu stark, deshalb ist der zweite Platz ist für mich ein großer Erfolg.“

Alexey Poltoranin (KAZ): „Es war nicht einfach von Platz 14 nach vorne zu kommen, ich habe mich an schnelle Läufer drangehängt und so den Kontakt zur Spitze hergestellt. Im Zielsprint habe ich dann nochmal die letzten Kraftreserven mobilisiert – mit Erfolg.“

Dietmar Nöckler (ITA/Bruneck): “Heute kann ich mich nichts vorwerfen. Ich habe nochmal alles in die Waagschale geworfen, doch mit diesem großen Rückstand aus dem gestrigen Rennen war nicht mehr drin. Im Klassik-Stil habe ich mich gleich viel besser gefühlt, auch wenn ich noch weit von meiner Bestform entfernt bin. Jetzt richtet sich mein Fokus auf die Tour de Ski, dort beginnt für mich eine neue Saison. Dann gilt es, sich optimal auf Olympia vorzubereiten.“


Ergebnisse Langlauf-Weltcup in Toblach:

15 km Klassik-Verfolgung, Männer
1. Johannes Høsflot Klæbo (NOR) 33:31,1 Minuten
2. Sergey Ustiugov (RUS) +1,9
3. Alexey Poltoranin (KAZ) +4,5
4. Alexaner Bessmertnykh (RUS) +9,7
5. Matti Heikkinen (FIN) +9,8
6. Maurice Manificat (FRA) +10,7
7. Hans Christer Holund (NOR) +11,1
8. Dario Cologna (SUI) +11,8
9. Alex Harvey (CAN) +16,3
10. Simen Hegstad Krüger (NOR) +24,0

20. Giandomenico Salvadori (ITA) +1:33,4
27. Francesco De Fabiani (ITA) +1:51,4
42. Dietmar Nöckler (ITA/Bruneck) +2:55,1
52. Fabio Pasini (ITA) +3:43,2
57. Maicol Rastelli (ITA) +4:15,1
64. Sergio Rigoni (ITA) +5:00,2
67. Stefano Gardener (ITA) +5:06,7
68. Mirco Bertolina (ITA) +5:12,4
69. Paolo Fanton (ITA) +5:13,7
77. Claudio Muller (ITA) +6:21,11

Autor: sportnews

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210