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Spricht über die aktuelle Situation in der Nationalmannschaft: Langläufer Dietmar Nöckler. © am

Dietmar Nöckler: „Die FISI macht hier keine gute Figur“

In einem Gespräch mit SportNews spricht der Langläufer Dietmar Nöckler (32) über seine Saison und den neuen Cheftrainer Alfred Stauder. Außerdem äußert er sich kritisch über die jüngste Entscheidung des nationalen Wintersportverbands (FISI).

Im Großen und Ganzen zieht Nöckler angesichts der vergangenen Saison ein positives Fazit. Ein Wermutstropfen sei jedoch der ihm verwehrt gebliebene Start bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf im vergangenen März. Aufgrund mehrerer Corona-Fälle innerhalb des Betreuerstabs zog der Verband die Reißleine und beschloss das vorzeitige Ende der WM für die Azzurri. „Ein gutes Ergebnis bei der WM hätte viel verändern können“, so Nöckler. Vor allem seine Leistungen vor und nach der Weltmeisterschaft hätten ihn positiv gestimmt. „Ich war gut in Form.“

Noch besteht kein Austausch
Über eine mögliche Zusammenarbeit mit dem künftigen Cheftrainer Alfred Stauder könne er indes nicht viel aussagen. „Ich weiß noch nichts Genaues. Es kann auch durchaus sein, dass ich mit dem Team gar nicht zusammenarbeite“, erklärt der Langläufer weiter. Aufgrund der Kaderpolitik der letzten Jahre ist Nöckler nicht mehr Teil des Nationalteams. „Ich denke, dass ich dorthin auch nicht zurückkehren werde“, so der Brunecker, der stattdessen mit seiner Sportgruppe trainiert. Solange die Mannschaften aber nicht feststehen, sei es jedoch schwer, die zukünftigen Verhältnisse endgültig einzuschätzen.

„Die FISI macht keine gute Figur, wenn die zwei besten Athleten mit einer anderen Nation traineren.“
Dietmar Nöckler

Wie am Mittwoch berichtet worden war, werden die Langläufer Federico Pellegrino und Francesco De Fabiani nicht mehr vom italienischen Team betreut. Ab sofort werden sie als Teil einer internationalen Trainingsgruppe unter der Leitung von Markus Cramer mit russischen Athleten trainieren. Nöckler sieht diese Entwicklung kritisch. „Aus meiner Sicht macht die FISI keine gute Figur, wenn die zwei besten Athleten der Nationalmannschaft mit einer anderen Nation trainieren.“

Mit einer solchen Entscheidung würde man als Verband nicht unbedingt den Eindruck machen, dass man sich für den Langlaufsport und dessen Zukunft interessiert. Gerade die Rolle von Athleten wie Pellegrino und De Fabiani sei besonders wichtig. „Normalerweise sollten die besten Athleten als Leitfigur für die jüngeren Sportler im Team gelten.“ Gleichzeitig könne er aber den Wunsch von Pellegrino und De Fabiani, etwas Neues auszuprobieren, verstehen und nachvollziehen.
Jagd nach Olympia
Was die kommende Saison anbelangt, möchte Dietmar Nöckler erneut angreifen. Dabei hat er eine mögliche Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking ins Auge gefasst. „Ziel ist es, so gut wie möglich zu laufen und das höchstmögliche Level zu erreichen. Sollte es möglich sein, ein Olympia-Ticket zu bekommen, wäre ich natürlich bereit und motiviert, dabei zu sein.“

Schlagwörter: Wintersport

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