Wintersport

Weht die Olympiaflagge in 9 Jahren in Südtirol?

Olympische Spiele 2026: Kandidatur Belluno-Trient-Bozen?

Wenige Tage nach dem “Nein” der Tiroler zu einer Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 könnte es nun zu einer Bewerbung des Naturerbes “Dolomiten” kommen. Wie die Tageszeitung „Corriere delle Alpi“ berichtet, schwebt dem Trentiner Sportlandesrat Tiziano Mellarini die Idee vor, dass sich die drei Dolomiten-Provinzen Belluno, Trient und Bozen um die Ausrichtung der Spiele im Jahr 2026 bewerben könnten.

Bereits im Jahr 2012 hatte Mellarini den Vorschlag gebracht, dass sich die Region Trentino-Südtirol als Austragungsort für Olympische Winterspiele bewerben sollte. Mit dem „Nein“ der Tiroler vom vergangenen Sonntag habe die Dolomiten-Region eine einmalige Chance, glaubt der Sportlandesrat. Viele Sportanlagen seien bereits vorhanden, mit Alta Badia, Gröden, Madonna di Campiglio und Cortina hat die Region vier Skiweltcuporte, zudem ist Cortina Austragungsort der Ski-WM 2021. Im Fleimstal und in Toblach gibt es Skisprungschanzen, und Cortina könnte den inzwischen gesperrten Eiskanal für Bob, Rodeln und Skeleton modernisieren. Auch glaubt Mellarini, dass die unzähligen Hotels in der Region ohne Probleme Besucher, Funktionäre, Journalisten und Sportler unterbringen würden. „Es wären nachhaltige Spiele 2026“, glaubt der Politiker aus dem Trentino.

Tiziano Mellarini war bereits beim Präsidenten des italienischen Wintersportverbandes Flavio Roda, der diesem Vorstoß einiges abgewinnen kann: „Natürlich handelt es sich nur um eine Idee, aber ich bin davon überzeugt, dass es eine einmalige Chance ist. Es wären endlich wieder Winterspiele in den Bergen“, sagt Roda. Mit Sotschi (2014), Pyeongchang (2018) und Peking (2022) kamen zuletzt immer Städte zum Zug, mit zum Teil sehr negativen Auswirkungen: Massive Investitionen, schlechte Arbeitsbedingungen während der Bauphase, leere Stadien und Sportanlagen nach Olympia.

Sportlandesrat Tiziano Mellarini will demnächst mit seinen Amtskollegen in den Provinzen Belluno und Bozen über eine gemeinsame Olympiabewerbung 2026 reden, Sportlandesrätin Martha Stocker hatte sich im Vorfeld der Olympia-Abstimmung in Tirol für die Bozner Eiswelle stark gemacht, das Stadion wäre eine Spielstätte im Olympischen Hockeyturnier gewesen.

Einziger offiziellerKandidat momentan ist Sion im Kanton Wallis in der Schweiz, daneben werden Lillehammer (Norwegen) und Almaty (KAZ) als potentielle Bewerber gehandelt.


Autor: sportnews

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