Wintersport

Für rund drei Wochen stand Peking im Rampenlicht. © APA/afp / MANAN VATSYAYANA

Peking im Rampenlicht – „Ein Musterbeispiel“

Die Olympia-Organisatoren stellen den Winterspielen in Peking ein Top-Zeugnis aus. Bei der Abschluss-Pressekonferenz gingen sie allerdings auf diverse Kontroversen nicht ein.

Die chinesischen Organisatoren haben eine positive Bilanz der Olympischen Winterspiele in Peking gezogen. Die Vorsichtsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie seien ein „erfolgreiches Musterbeispiel für andere internationale Veranstaltungen“, sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Cai Qi, vor Abschluss der mehr als zweiwöchigen Spiele am Sonntag in Chinas Hauptstadt. „Wir haben gute Arbeit bei der Austragung der Winterspiele geleistet.“ Die Spiele seien „fantastisch, außergewöhnlich und ganz hervorragend abgelaufen“.


In der hermetisch abgeschlossenen Olympia-Blase, die während der Spiele komplett von der chinesischen Bevölkerung außerhalb getrennt war, sei eine „sichere Umgebung geschaffen“ worden, sagte der Vizevorsitzende des Komitees, Zhang Jiandong. Das Virus habe sich weder innerhalb der geschlossenen Kreisläufe noch außerhalb verbreitet. „Obwohl die Winterspiele vor dem Hintergrund von Covid-19 stattfanden, waren sie erfolgreich und haben unsere Erwartungen erfüllt.“

Kontroversen gekonnt umschifft
Nach Angaben der Organisatoren sind während der Spiele 1,7 Millionen Corona-Tests vorgenommen worden. Dabei wurden 437 Infektionen festgestellt. In der Olympia-Blase seien 172 Fälle entdeckt worden, weitere 265 bei Ankommenden am Flughafen. Wer infiziert war, wurde in einem Hotel isoliert. Während anfangs täglich mehr als 30 Infektionen registriert wurden, sank die Zahl zuletzt in den unteren einstelligen Bereich. Am Sonntag wurde nur eine Infektion gemeldet.

Die Maske auf dem Podium: Ein steter Begleiter. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Auf ihrer sorgfältig orchestrierten Abschlusspressekonferenz gingen die Organisatoren nicht auf die Kontroversen während der Spiele über Doping, niedrige Zuschauerzahlen außerhalb Chinas oder den Skandal um die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai ein. Bei einer Frage eines ausländischen Journalisten über die Rolle von Frauen, die auch das Interesse am Fall des Tennisstars erwähnte, sagte die Sportlervertreterin Yang Yang vom Organisationskomitee lediglich: „Ich will nicht von Fall zu Fall auf Details eingehen.“

Mit der Abschlusszeremonie finden die Olympischen Spiele auch ihr offizielles Ende. Am Sonntag um 13 Uhr findet sie statt.

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