n Rodeln Kunstbahn

Greta Pinggera (Foto: Sobe)

Greta Pinggera kehrt auf die Naturbahn zurück

Ende Mai hatte Greta Pinggera mit ihrem Wechsel auf die Kunstbahn für Schlagzeilen gesorgt. Nun, rund sechs Monate später, setzt die 19-jährige Laaserin bereits einen Schlussstrich unter ihr neues Abenteuer und kehrt auf die Naturbahn zurück.

Warum? „Dass der Wechsel in meinem Alter extrem schwierig sein wird war mir und allen anderen bewusst. Mir war aber vielleicht nicht wirklich bewusst, dass die Trainingsmöglichkeiten begrenzt sind. Es ist unmöglich den Rückstand auf die gleichaltrigen Athleten aufzuholen. In dieser kostspieligen Sportart kann man leider nicht einfach selbst entscheiden, wann und wie oft trainiert wird. Daher habe ich in der vergangenen Woche zusammen mit dem Trainerstab entschieden, dass es für meine Karriere besser ist, bereits in diesem Winter wieder im Naturbahnrodelweltcup anzutreten und mich nun auf die anstehende Saison zu konzentrieren“, erklärte Pinggera gegenüber der Tageszeitung „Dolomiten“.

Die 19-Jährige aus Laas ist eine der erfolgreichsten Naturbahnrodlerinnen. In der vergangenen Saison kürte sie sich im rumänischen Vatra Dornei zur Junioren-Weltmeisterin. Aber auch in der allgemeinen Klasse ist sie seit zwei Saisonen sehr erfolgreich. 2013 verpasste sie in Deutschnofen als Vierte knapp eine WM-Medaille, im Gesamtweltcup fuhr sie vor zwei Jahren auf den dritten Platz, im Vorjahr wurde sie Sechste. Insgesamt stand die Vinschgerin im Weltcup sieben Mal auf dem Podest: dreimal wurde sie Zweite (Laas 2013, Kindberg 2013 und Moos 2014), viermal Dritte. Der Grund, warum sie im Mai auf die Kunstbahn wechselte war der, dass sie ihren Sport als Beruf ausüben wollte (hier gehts zum Artikel). Auf der Naturbahn ist dies bis auf wenige Ausnahmen fast unmöglich.

Unter das Kapitel Kunstbahn hat die Laaserin, die bereits vor drei Jahren einige Abfahrten in Igls getestet hat, nun allerdings einen endgültigen Schlussstrich gezogen. „Ich weiß jetzt, auf welche Rodel ich gehöre. Der Wechsel war eine gute und wichtige Erfahrung, aber jetzt konzentriere ich mich voll auf das Naturbahnrodeln. Ich werde versuchen meine große Leidenschaft so professionell wie möglich auszuüben“, wird Pinggera weiter zitiert.

Autor: sportnews