v Rodeln Naturbahn

Das Podest der Herren (v.l.): Patrick Pigneter, Thomas Kammerlander und Florian Clara. © Miriam Jennewein

Verrücktes Rennen: Kammerlander jubelt – Gruber rätselt

Verrücktes Rennen auf der 1024 Meter langen „Bukovina“-Bahn in Vatra Dornei (ROU). Die dritte Station im FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn brachte am Samstag im Einsitzer Herren eine einzige Gewissheit: Nix ist fix.

Nach dem ersten Lauf sah alles nach einem ungefährdeten Sieg für den Villanderer Alex Gruber aus. Der 29-Jährige, der sich in Vatra Dornei 2017 erstmals zum Weltmeister kürte, lag mit einem Vorsprung von 0,39 Sekunden auf Thomas Kammerlander (AUT) komfortabel in Führung. Dahinter spielte sich ein wahrer Hundertstelkrimi ab: Zwischen Kammerlander und Michael Scheikl (AUT) auf Position fünf lagen nur 0,19 Sekunden.


Im entscheidenden zweiten Lauf zauberte der Völser Patrick Pigneter einen Fabellauf aus dem Hut und übernahm die Führung. Sein Gadertaler Doppelpartner Florian Clara, nach Lauf eins noch Dritter, war 0,13 Sekunden langsamer als Pigneter, der lang ersehnte Podestplatz für Clara rückte in weite Ferne. Kammerlander spielte all seine Klasse aus und konnte sich im Ziel über einen Minivorsprung von 0,05 Sekunden auf Pigneter freuen.

Alle Augen waren jetzt auf den Favoriten Alex Gruber gerichtet, doch der Südtiroler verlor konstant Zeit, im Ziel wurde er auf Platz vier durchgereicht. Kammerlander, der selbst nicht mehr mit einem Sieg gerechnet hatte, feierte im dritten Rennen seinen zweiten Saisonsieg, insgesamt ist es der 23. Weltcupsieg für den amtierenden Weltmeister. Patrick Pigneter rückte von Zwischenrang vier auf Platz zwei vor und schaffte erstmals in dieser Saison den Sprung auf das Podium und Platz drei für Florian Clara war erst sein zweiter Podestplatz im Einsitzer seit Kühtai 2014.


Thomas Kammerlander rodelte zum Sieg. © Miriam Jennewein



„Diese knappen Abstände machen mit fertig, aber ich bin sehr froh, dass ich hier voll punkten konnte. So habe ich ein kleines Polster für Deutschnofen, denn dort sind Gruber und Pigneter die Favoriten“, erklärte ein strahlender Thomas Kammerlander nach dem Rennen. „Ich habe keine Ahnung, warum ich im zweiten Lauf so langsam war. Einen so großen Vorsprung darf man nicht verspielen, ich muss mir die Fahrt in Ruhe anschauen“, rätselte Gruber im Ziel.

Im Gesamtweltcup führt Kammerlander nach3 von 7 Rennen mit 285 Punkten, Alex Gruber folgt mit 245 Punkten, Zwischenrang drei teilen sich Patrick Pigneter und Michael Scheikl mit je 185 Punkten, Florian Clara als Fünfter hat 175 Punkte am Konto.

Am Sonntag geht es auf der „Bukovina“-Bahn in Vatra Dornei mit den Rennen im Einsitzer Damen und im Doppelsitzer weiter.

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