v Rodeln Naturbahn

Sie sind Weltmeister: Daniel Gruber (links) und Fabian Brunner. © Miriam Jennewein

Zeitgleich! 2 Südtiroler sind Juniorenweltmeister

Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude. Diese Volksweisheit trifft perfekt auf den Vinschger Daniel Gruber und den Feldthurner Fabian Brunner zu. Die beiden Azzurri sicherten sich am Sonntag zum Abschluss der 13. FIL Juniorenweltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn zeitgleich die Goldmedaille.

Daniel Gruber war der große Dominator im Juniorenweltcup und ging als Gold-Favorit in die Titelkämpfe auf der „Tonnerboden-Bahn“ im Wipptaler Rodelzentrum in Jaufental. In den ersten beiden Läufen führte der 19-Jährige mit 0,23 Sekunden vor Fabian Brunner, der mit neuem Bahnrekord (51,75 Sekunden) im zweiten Durchgang ein dickes Ausrufezeichen setzte. Im entscheidenden dritten Lauf fuhr Brunner erneut Bestzeit, während Gruber kurz vor dem Ziel fast zu Sturz gekommen war. Trotz dieser Schrecksekunde reichte es zur Goldmedaille, in 2.35,75 Minuten war er im Ziel exakt gleich schnell wie Brunner. Die Bronzemedaille ging mit Alex Oberhofer (+0,87 Sekunden) an einen weiteren Azzurro, die Gastgeber feierten somit einen Dreifachsieg.


„Das klingt jetzt fast kitschig, aber gestern Abend im Hotel haben wir noch scherzhaft gesagt, es wäre cool, wenn wir zeitgleich die Goldmedaille holen würden“, sagte Fabian Brunner nach der Siegerehrung. „Es ist so cool. Im letzten Jahr in der Juniorenklasse den WM-Titel zu gewinnen – gemeinsam mit meinem Kumpel – das ist echt genial“, freute sich Gruber.

Überaus spannend war die Medaillenentscheidung auch im Einsitzer der Damen. Nach den ersten beiden Läufen lag die Passeirerin Katharina Hofer mit einem Vorsprung von 0,67 Sekunden komfortabel in Führung. Im Finale aber zündete die Österreicherin Riccarda Ruetz den Turbo, mit neuem Bahnrekord (53,00 Sekunden) und einer Gesamtzeit von 2.39,76 Minuten setzte sie Hofer ordentlich unter Druck. Diese konnte in der Entscheidung nicht an ihre Leistungen aus den ersten beiden Läufen anknüpfen – am Ende musste sie sich mit einem Rückstand von 0,15 Sekunden auf Ruetz mit der Silbermedaille begnügen. Bronze ging an Sarah Schiller (GER/+1,90 Sek.).

Das Podest der Damen mit (v.l.) Katharina Hofer, Riccarda Ruetz und Sarah Schiller. © Miriam Jennewein



„Der dritte Lauf war ziemlich perfekt – im Unterschied zum ersten Lauf. Da hatte ich einen ordentlichen Rückstand eingefahren. Es war ein Kraftakt, umso schöner glänzt diese Goldmedaille“, strahlte Ruetz im Ziel, während Hofer die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand: „Das ist bitter. Natürlich freue ich mich über die Silbermedaille, aber vor dem Finale war ich mir wohl zu sicher und habe den WM-Titel aus der Hand gegeben.“

Zufriedene Gesichter auch beim Organisationskomitee rund um OK-Chef Walter Volgger: „Es waren drei wunderbare WM-Tage hier im Jaufental. Mein Team hat großartige Arbeit geleistet.“ Der Präsident des ASV Jaufental, Manfred Siller, freut sich über die neuen Juniorenweltmeister: „In den drei Rennen hatten wir Sieger aus drei verschiedenen Ländern. Slowenien, Österreich und Italien. Diese Breite ist gut für den Sport, ich hoffe, dass noch mehr junge Sportler auf den Rodelsport setzen.“

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