1 Wintersport Mix

Patrick Baumgartner (vorne) und das italienische Bobteam sind startklar (Pentaphoto) Manuel Schwärzer will hoch hinaus

Zwei Pusterer Nobodys starten die Mission Olympia

Bobpilot Patrick Baumgartner und Skeletonfahrer Manuel Schwärzer brechen dieser Tage in Richtung Nordamerika auf, wo im November der Auftakt in die Weltcupsaison 2017/18 erfolgt. Hierzulande sind die zwei Jungspunde absolute Unbekannte, dabei könnten sie in diesem Winter noch mächtig für Furore sorgen.

„Das sind Jungs, die den absoluten Willen haben, sich im internationalen Spitzensport zu beweisen. Ihre Entwicklung ist unglaublich“, so urteilt Gerda Weissensteiner über Patrick Baumgartner und Manuel Schwärzer. Die Bob- und Rodel-Olympia-Medaillengewinnerin weiß, wovon sie spricht. Sie hat den Werdegang beider genau verfolgt und speziell Schwärzer immer wieder Tipps mit auf den Weg gegeben. Nun stehen zwei Südtiroler Wintersportler vor der wichtigsten Saison ihrer Karriere.


Experten geraten ins Schwärmen

Patrick Baumgartner zählt, neben dem erfahrenen Simone Bertazzo, zu Italiens besten Bobpiloten. „Mit diesen beiden Athleten sehen wir die Möglichkeit, Italien wieder in die Weltelite zu führen“, verrät Omar Sacco, der Bob-Verantwortliche im nationalen Wintersportverband. Der 22-Jährige aus Pfalzen hat im vergangenen Frühjahr mit vier Top-30-Platzierungen im Weltcup aufhorchen lassen, nun soll ihm im Olympia-Winter der große Durchbruch gelingen. Erste Ausrufezeichen will Baumgartner bereits in den kommenden Wochen in Nordamerika setzen, wo in Lake Placid (9.-10. November), Park City (17.-19. November) und Whistler Mountain (25. November) die ersten Weltcuppunkte vergeben werden. Mit beständig guten Leistungen will sich Baumgartner, der sowohl im Zweier- als auch im Viererbob an den Start geht, für die Olympischen Spiele in Südkorea aufdrängen.

Das selbe Ziel verfolgt der Meransner Manuel Schwärzer . Aufgrund der schweren Verletzung von Mattia Gaspari, der für die gesamte Olympia-Saison ausfällt, ist der 21-jährige Musterathlet aus Südtirol zurzeit der beste aktive Skeletonfahrer, den die italienische Nationalmannschaft vorzuweisen hat. Mit viel Trainingsfleiß hat er sich einen Startplatz für die ersten Rennen in Lake Placid (10. November), Park City (18. November) und Whistler (25. November) erkämpft. Er durfte zum Ende der vergangenen Saison erstmals Weltcupluft schnuppern – und konnte auf Anhieb überzeugen. Besonders die Bahn in Südkorea scheint es Schwärzer angetan zu haben. Dorthin soll die Reise auch in diesem Winter führen, wenn im Februar in Pyeongchang die Olympia-Medaillen vergeben werden. „Die Bahnen in Nordamerika sind noch Neuland für Manuel, dort wird er sicherlich etwas Lehrgeld bezahlen. Allerdings besitzt er langfristig gesehen alle Voraussetzungen, um sich im Weltcup zu etablieren“, ist Weissensteiner überzeugt.

Sowohl Baumgartner, als auch Schwärzer gehen mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison. Nun liegt es an den Athleten, ihren eigenen Bekanntheitsgrad, sowie jenen zweier so faszinierender Sportarten wie Bob und Skeleton auch in Südtirol zu steigern.



SN/Alexander Foppa

Autor: sportnews

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