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Carlo Janka fährt mit Kreuzbandriss (Foto APA)

Abfahrt mit kaputtem Kreuzband: Carlo Jankas wundersame Rückkehr

Am 24. Oktober 2017 hat sich der Schweizer Carlo Janka einen Kreuzbandriss zugezogen und hätte mindestens ein halbes Jahr ausfallen müssen. Nun, 78 Tage später, bestritt er in Wengen das erste Abfahrtstraining und macht sich sogar Olympia-Hoffnungen. Wie geht das?

Ein Kreuzbandriss gehört zu den häufigsten und auch langwierigsten Verletzungen im Ski-Geschäft. Normalerweise ist eine Operation unumgänglich, die Ausfalldauer von sechs Monaten vorprogrammiert. Das hätte für Carlo Janka, der sich Ende Oktober beim Riesentorlauftraining diese schwere Blessur zugezogen hat, aber das Ende des Olympia-Traums bedeutet.

So einfach wollte sich der Schweizer das Highlight auf jener Piste in Südkorea, wo er 2016 den Super-G gewann, aber nicht entgehen lassen. Also entschied er sich, den Kreuzbandriss auf konservative Weise und per Manualtherapie behandeln zu lassen. Bei dieser kommen einzig und alleine die Hände zum Einsatz. Ein Heilverfahren, das Wirkung zeigte: „Auf den letzten Untersuchungsbildern ist zu sehen, dass im Knie alles gut vernarbt ist“, erklärte Janka vor kurzem in einem Interview.


Der Traum von Olympia

Und tatsächlich scheint sein Vorhaben, das anfangs von vielen kritisch beäugt wurde, aufzugehen. In den letzten Tagen trainierte Janka in Garmisch-Partenkirchen erstmals wieder mit der Nationalmannschaft, am heutigen Mittwoch hat er auf der längsten Abfahrtspiste der Welt am Lauberhorn in Wengen den offiziellen Trainingslauf bestritten. Am Ende stand ihm die 21. Zeit zu Buche. „Das Vertrauen fehlt noch, ich hatte überall kleine Rutscher. Und die Sicht war auch nicht optimal“, resümierte Janka nach dem Training.

Ob er in Wengen die Abfahrt bestreitet und seinen Traum von Olympia so aufrechterhält (für eine Qualifikation braucht es eine Top-7-Platzierung), wird sich am Donnerstag entscheiden: „Im zweiten Training muss es noch einmal vorwärts gehen. Sonst macht es keinen Sinn.“ Neben Wengen blieben dem Schweizer noch die Rennen in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen, um das Ticket für Pyeongchang zu lösen. „Sollte es aber nicht klappen“, so Janka, „kann ich zumindest mit reinem Gewissen sagen, dass ich alles versucht habe.“



SN/td

Autor: sportnews

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