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Steht vor seinem letzten Weltcuprennen: Patrick Thaler aus Reinswald. (Foto: Pentaphoto)

Das letzte Mal des Patrick Thaler

171 Weltcuprennen hat Patrick Thaler in seiner Karriere bestritten. Der Nachtslalom in Schladming, der am Dienstagabend über die Bühne geht, wird sein letztes sein. Die Abschiedskulisse wird eine würdige sein, denn das Night Race ist ein Publikumsmagnet.

Bis zu 50.000 Zuschauer werden beim Nachtrennen auf der Planai erwartet. Die meisten von ihnen hoffen auf die große Revanche von Marcel Hirscher. Der Salzburger musste sich zuletzt in Kitzbühel seinem norwegischen Dauerkonkurrent Henrik Kristoffersen geschlagen geben – und das klar und deutlich. Das soll in Schladming nicht passieren. Zumindest eines, der zwei größten Slalomrennen der Welt, muss ein Österreicher gewinnen – so zumindest der Tenor der rot-weiß-roten Skifans. Der erste Lauf auf der Planai beginnt um 17.45, der zweite um 20.45 Uhr.


Gibt es einen lachenden Dritten?

Kristoffersen und Hirscher sind in Schladming zweifellos die großen Favoriten. Dass die andern Fahrer chancenlos sind, kann aber auch nicht behauptet werden. Michael Matt wäre am Ganslernhang auf dem Podest gelandet, hätte sich der Nordtiroler nicht verfahren. Mit Manuel Feller ist ein zweiter Tiroler für einen Stockerlplatz überfällig. Allerdings ist auch kaum jemand so ausfallgefährdet wie der langhaarige und schnauzbärtige Feller.

Aus dem italienischen Lager ist am ehesten Stefano Gross ein Spitzenplatz zuzutrauen. Zwar bringt der Trentiner im Moment nie zwei gleich gute Läufe ins Ziel, das Zeug die großen Favoriten zu ärgern bringt er aber allemal mit. Manfred Mölgg, zuletzt Neunter in Kitzbühel, ist auch in Schladming ein Außenseiter.


Der Abschied von Patrick Thaler

Für Patrick Thaler geht es hingegen schon länger nicht mehr um Platzierungen im Spitzenfeld. Zuletzt hatte der 39-Jährige Glück, dass er nicht aus den Top-30 rutschte. Weil Felix Neureuther verletzt ist und auch seine Konkurrenten oft ausfielen, darf Thaler noch innerhalb der 30 starten. Die 30 ist übrigens jene Nummer, mit der Thaler beim Night Race an den Start gehen wird.

Dass er in Schladming noch einmal groß auftrumpfen kann, ist unwahrscheinlich. Zum einen hatte er zuletzt oft einen großen Rückstand, zum anderen liegt ihm die Planai nicht gut. Das beste Resultat war ein siebter Platz, aber der liegt schon zwölf Jahre zurück. Sollte sich Thaler noch einmal für den zweiten Lauf qualifizieren wäre es ein Riesenerfolg. Es wäre ihm zu gönnen.




SN/cst

Autor: sportnews