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Alexis Pinturault zeigt sich von den Änderungen nicht begeistert. © APA/afp / GEIR OLSEN

Der neue Ski-Kalender sorgt für Diskussionsstoff

Der Internationale Skiverband (FIS) hat den Rennkalender für die alpine Weltcup-Saison 2020/21 aufgrund der Coronakrise in der vergangenen Woche weiter modifiziert. Nun haben sich zwei Top-Athleten dazu geäußert.

Die Vorverlegung des Weltcupauftaktes in Sölden auf 17./18. Oktober sowie die Absage der Nordamerika-Rennen war schon länger bekannt. Zuletzt wurden dann aus Kosten- und Sicherheitsgründen Reisewege optimiert, Speed- und Techniktrosse sowie Männer und Frauen an einigen Orten getrennt.

Die bisherigen Änderungen am Kalender
So finden in Levi (Finnland) am 21. und 22. November zwei Damenslaloms statt, jener der Männer aber erst später in der Saison. Das Herren-Parallelrennen in Alta Badia wird durch einen Slalom ersetzt. Adelboden erlebt drei Rennen mit einem zusätzlichen Riesentorlauf am Freitag, den 8. Januar.

Bei den Frauen startet man eine Woche früher als geplant mit zwei Super-G in St. Moritz am 5. und 6. Dezember in die Speed-Saison. Dann folgt Courchevel mit zwei Technikrennen am Wochenende. Der für 1. Januar 2021 geplant gewesene Parallel-Event in Davos wurde um ein Jahr verschoben, weil es wegen der Nähe zum Ortszentrum schwierig gewesen wäre, die Covid-19-Auflagen zu erfüllen.
Pinturault und Yule nicht begeistert
„Ich bin schon zufrieden, dass wir eine ziemlich hohe Anzahl an Rennen haben. Aber es gibt einige Sachen, die vielleicht nicht so schlau sind. Sie machen eine Arbeitsgruppe, die sich mit Verletzungen beschäftigt. Dann planen sie Ende Januar gleich 3 Slaloms in einer Woche (Kitzbühel, Schladming und das Parallel-Rennen in Chamonix Anm. d. Red. ). Das ist schon ein großer Aufwand“, sagte FIS-Athletensprecher Daniel Yule gegenüber dem SRF.

Der Schweizer Daniel Yule gewann im Vorjahr drei Weltcup-Rennen. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Auch Alexis Pinturault stören die vielen Engpässe im Kalender: „Nach den Rennen in Alta Badia (20./21. Dezember) geht es am nächsten Tag direkt in Madonna di Campiglio weiter. Die FIS will ja die Speed- und Technikspezialisten voneinander trennen. Aber was sie mit den Allroundern wie Kilde, Kristoffersen (soll heuer viel Super-G trainiert haben) oder meiner Person?“

Insgesamt scheinen im aktuellen Weltcup-Kalender 39 Männer-Rennen (ursprünglich waren es 42) sowie 35 Bewerbe (ursprünglich 37) der Frauen auf. Der Rennkalender wird am 3. Oktober vom FIS-Council abgesegnet und veröffentlicht. Weitere Änderungen sind nicht auszuschließen.

Autor: dl

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