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Marco Odermatt mit rabiater Jubelpose: Der Schweizer lehrte der Konkurrenz das Fürchten. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Die große Odermatt-Gala unterm Lauberhorn

Er war zum ersten Mal überhaupt im legendären Weltcuport Wengen am Start – und prompt hat er die gesamte Konkurrenz mit einer Traumfahrt geschockt: Marco Odermatt. Neben dem Schweizer Lokalmatador mischten aber auch zwei Südtiroler vorne mit.

Es war ein Tag mit Seltenheitswert in Wengen: Erst zum zweiten Mal in der Geschichte wurde unterm Lauberhorn ein Super-G ausgetragen. Zum ersten Mal überhaupt heißt der Sieger im Schweizer Traditionsskiort Marco Odermatt.


Der 24-jährige Ausnahmekönner aus dem Kanton Nidwalden meisterte die engen und technisch anspruchsvollen Passagen mit Bravour und baute in den schnellen Abschnitten so viel Tempo auf wie kein anderer vor oder nach ihm. Seinen absoluten Traumlauf beendete er nach 1:29,00 Minuten. „Bei diesem Super-G galt es einfach, den Speed von ganz oben bis ins Ziel runterzubringen. Das ist mir sehr gut gelungen. Es läuft bei mir momentan einfach“, schmunzelte Odermatt nach seiner Fahrt in die TV-Kameras.

Es war einzig Dauerrivale Aleksander Aamodt Kilde, der Odermatts Zeit in der Folge ansatzweise gefährden konnte. Der Norweger schwang aber mit einem Rückstand von 23 Hundertstel ab, damit stand Odermatts vierter Karrieresieg im Super-G und zugleich sein insgesamt sechster Erfolg in diesem Winter fest. Das Podium komplettierte am Ende Österreichs Super-G-Olympiasieger Matthias Mayer.

Dominik Paris warf in seiner rasanten Fahrt alles in die Waagschale. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


Mit einer Podestplatzierung hatten zwischenzeitlich auch Südtirols heiße Eisen im Feuer spekuliert. Dominik Paris wurde für seine enge, risikoreiche Linie mit absolutem Top-Speed und der zwischenzeitlichen Führungsposition belohnt. Er wurde jedoch gleich im Anschluss von Odermatt vom Thron gestoßen und später von weiteren Konkurrenten auf Platz sieben zurückgedrängt. Ihm stand ein Rückstand von knapp einer Sekunde zu Buche.
Innerhofer bricht den Bann
Auf diese Leistung lässt sich für Paris in Hinblick auf die beiden bevorstehenden Abfahrten in Wengen durchaus aufbauen. Dies gilt erst recht für Christof Innerhofer, der nur um eine Hundertstel langsamer war und sich als Achter direkt hinter dem Ultner ins Klassement einreihte. Innerhofer stand nach einer gefühlvollen, fehlerfreien Fahrt dessen erste Top-Ten-Platzierung seit knapp einem Jahr zu Buche. Die weiteren Azzurri verpassten die Spitzenpositionen deutlich – darunter auch der Bozner Riccardo Tonetti, der im oberen Streckenteil ordentlich aufs Gaspedal drückte, dann aber von der Linie abkam und vorzeitig ausschied.

Nach dem Super-G-Auftakt wird das Rennprogramm in Wengen am Freitag und Samstag mit zwei Abfahrten fortgesetzt. Den Abschluss bildet der traditionelle Slalom am Sonntag.




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