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Dominik Paris will auch heuer wieder vor den Massen in Kitzbühel jubeln. (Foto: APA)

Die Hahnenkamm-Rennwoche beginnt

Mit dem ersten Abfahrtstraining am Dienstag fällt auch der Startschuss zur Hahnenkamm-Rennwoche 2018. Die großen Highlights stehen am Wochenende auf dem Programm. Wie stehen die Chancen der Südtiroler?

Dominik Paris freut sich auf Kitzbühel. Die Hahnenkamm-Abfahrt im Tiroler Nobelskiort zählt zu den Lieblingsstrecken des Ultners. Auch, weil er die legendäre Abfahrt schon zweimal gewinnen konnte. Was ist für den 28-Jährigen und seine Teamkollegen heuer drin?


Die Form der Südtiroler sollte passen

Dass Paris auch heuer zu den Siegkandidaten zählt, liegt auf der Hand. Er ist gut in Form, auch wenn er sich in Wengen mehr als Platz acht erwartet hatte. Doch das Lauberhorn-Rennen ist Vergangenheit. Jetzt spielt die Musik in Kitzbühel. Dort war 2013 der Stern von Dominik Paris endgültig aufgegangen. Nachdem er Bormio gewonnen hatte, siegte Paris auch in Kitzbühel - der Ritterschlag.

Aber nicht nur Paris ist gut in Form. Christof Innerhofer zeigte zuletzt stark auf, muss aber den Wengen-Sturz verdauen. Er war im Kernen-S gegen die Matten geprallt und hat sich dabei eine Kapselzerrung im Knie zugezogen. Auch der Daumen ist lädiert. Kitzbühel lässt sich der Gaiser aber nicht entgehen. Dort, wo er im Vorjahr Platz zwei im Super-G holte und danach die Saison wegen eines Wadenbeinbruchs abbrechen musste.


Fill und Heel blicken nach vorne

Auch Peter Fill denkt gerne an Kitzbühel zurück. Hatte es den Kastelruther 2013 noch arg überschlagen, revanchierte er sich drei Jahre später und triumphierte 2016 auf der Streif. Auch für ihn lief es in Wengen nicht optimal, doch es ist ähnlich wie bei Paris: Der Blick geht nach vorne.

Mit Werner Heel ist ein vierter Südtiroler in Kitzbühel am Start. Der Passeirer ließ das Weltcup-Wochenende in Wengen freiwillig aus und kehrt in Kitzbühel zum Weltcup-Kader der Azzurri zurück. Aus dem italienischen Team werden zudem Mattia Casse, Matteo Marsaglia und Emanuele Buzzi bei den Speed-Rennen an den Start gehen. Riesentorlauf-Spezialist Luca De Aliprandini aus Cles wird hingegen nur den Super-G bestreiten.


Wer sind die Favoriten?

Wie bei jeder Abfahrt im Herren-Skizirkus ist auch in Kitzbühel der Favoritenkreis groß. Von Wengen-Sieger Beat Feuz, über die Norweger Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud, bis hin zu den Österreichern Hannes Reichelt, Vorjahres-Super-G-Sieger Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr. Letzterer hat jedenfalls schon angekündigt, dass die Österreicher, nach dem Schweizer Triumph in Wengen, zu Hause in Kitzbühel ähnliches vorhaben. Außenseiterchancen hat der Deutsche Thomas Dressen und die Franzosen um Adrien Theaux.

Im Slalom ist Marcel Hirscher der große Gejagte. Zum einen, weil er im Vorjahr auf dem Ganslernhang gewonnen hat. Zum anderen aber auch, weil er als Österreicher in Kitzbühel unter besonderer Beobachtung steht. Der Druck ist groß, aber für Hirscher kein Problem - das hat er oft genug gezeigt. Es wird spannend, ob der Salzburger seine Serie fortsetzen kann oder ob Henrik Kristoffersen & Co. zurückschlagen können.


Vier Südtiroler beim Slalom im Einsatz

Die Südtiroler Hoffnungen ruhen auf Manfred Mölgg. Er war zuletzt Zwölfter in Wengen. Mit Riccardo Tonetti, der in Wengen einen starken ersten Lauf gezeigt hatte, Patrick Thaler und Fabian Bacher sind drei weitere Südtiroler im Slalom am Ganslernhang im Einsatz. Komplettiert wird das italienische Team von Tommaso Sala, Giuliano Razzoli und Stefano Gross. Cristian Deville fehlt verletzungsbedingt.


FIS-Skiweltcup in Kitzbühel: Das Programm

Dienstag, 16. Jänner: Abfahrtstraining (10.15 Uhr)
Mittwoch, 17. Jänner: Abfahrtstraining (11.30 Uhr)
Donnerstag, 18. Jänner: Abfahrtstraining (11.30 Uhr)
Freitag, 19. Jänner: Super-G (11.30 Uhr)
Samstag, 20. Jänner: Abfahrt (11.30 Uhr)
Sonntag, 21. Jänner: Slalom (1. Lauf um 10.30 Uhr, 2. Lauf um 13.30 Uhr)


https://www.youtube.com/embed/EMd3xypdprg




SN/cst

Autor: sportnews

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