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Serena Viviani wird am Samstag ihr Weltcup-Debüt geben. © _viviserena_

Die lange Ski-Odyssee der Serena Viviani

Die ersten Damen-Slaloms der Saison werden bekanntlich ohne Südtiroler Beteiligung über die Bühne gehen. Dafür wird eine junge Azzurra, die aus Genua stammt und keinen einfachen Werdegang hinter sich hat, ihr Weltcup-Debüt geben.

Mit den beiden Rennen in Levi geht am Wochenende der Damen-Weltcup so richtig los. Beim letzten Slalomrennen, das am 16. Februar 2020 in Kranjska Gora stattfand, erhielt die Sextnerin Vera Tschurtschenthaler eine Bewährungschance und verpasste als 31. den 2. Durchgang nur hauchdünn. Die 23-Jährige suche aber aktuell noch nach ihrer Form und werde inzwischen einige FIS-Rennen bestreiten, wie sie im Gespräch mit SportNews verriet.

Viviani hat lange Leidenszeit hinter sich
Ihr Weltcup-Debüt feiern wird hingegen Serena Viviani. Die 21-Jährige stammt aus Genua, genauer gesagt aus Quinto al Mare. Um ihrem Haus befinden sich sozusagen mehr Palmen als Berge. Doch das Skifahren sei immer schon ihre Leidenschaft gewesen. Ebenfalls kommt es nicht allzu oft vor, dass eine Skifahrerin ein großer Fußball-Fan ist (Viviani drückt dem CFC Genoa die Daumen). Eines ist hingegen typisch für einen Ski-Profi: Eine gewisse Verletzungshistorie; wobei Viviani mit ihren 21 Jahren schon einen Kreuzbandriss und eine weitere schwere Knieverletzung (diese zog sie sich im Februar 2017 bei einem FIS-Rennen im Sarntal zu) wegstecken musste.

In der vergangen Saison machte sie dann mit 3 Siegen bei FIS-Rennen auf sich aufmerksam. Im Europacup ging sie bis dato erst 5 Mal an den Start, auch weil sie immer wieder Schmerzen am Knie hatte. Mittlerweile hat eine Operation in Rom, die vom bekannten Professor Pier Paolo Mariani (er operierte unter anderem auch Raphaela Folie und Francesco Totti) durchgeführt wurde, ihre Knieprobleme gelöst und sie könne endlich wieder schmerzfrei Skifahren.

„Es ist ein Traum wahrgeworden“
Serena Viviani über ihr Weltcup-Debüt

Im Sommer wurde Viviani erstmals von der FISI in den Europacup-Kader einberufen und konnte im Training mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Deshalb wird sie nun in Levi erstmals im Weltcup dabei sein. „Es ist ein Traum wahrgeworden, den ich bereits seit meiner Kindheit habe. Wegen meinen verschiedenen Knieoperation habe ich praktisch 2 Saisons verloren. Doch der Gedanke einmal ein Weltcuprennen zu bestreiten, hat mir immer wieder die nötige Motivation für die Reha gegeben“, sagte Viviani gegenüber der italienischen Tageszeitung Il Secolo XIX.
Die Chance beim Schopf packen
Das große Vorbild der Azzurra ist Tina Maze und zwar als „Skifahrerin und als Frau“. Viviani, die mittlerweile der Polizeisportgruppe Fiamme Oro angehört, wolle aber einen Schritt nach dem anderen machen: „Ich möchte heuer im Europacup konstant in den Top-10 landen. Aber erstmal möchte ich meine zwei Chancen in Levi nutzen. So eine Möglichkeit bekommt man nicht jeden Tag und deshalb will ich auch das Maximum herausholen.“

Autor: dl

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