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Ist die neue Prinzessin am Kronplatz: Sara Hector. © APA/afp / JURE MAKOVEC

Die schwedische Überfliegerin verzaubert den Kronplatz

Das war ein wahrhaftiges Herzschlagfinale, das sich die Riesentorlauf-Damen am Dienstag geliefert haben. Am Kronplatz holte sich dabei die zurzeit formstärkste Athletin in dieser Disziplin auf beeindruckende Weise den Sieg.

Von:
Thomas Debelyak

Was ist heuer bloß mit dieser Sara Hector los? In den vergangenen Jahren fast komplett von der Bildfläche verschwunden, kam die Ski-Dame aus dem schwedischen Städtchen Sandviken in dieser Saison wie ein Phönix aus der Asche empor und dominiert den Riesentorlauf-Weltcup wie keine zweite. Am Dienstag feierte sie vor den Augen von Ski-Queen Manuela Mölgg auf der Erta-Piste, die als die schwierigste Riesentorlauf-Strecke im Damen-Weltcup gilt, ihren dritten Saisonsieg.


Beeindruckend ist bei Hector, mit welcher Power sie fährt. Sie zieht ihre Linie von oben bis unten knallhart durch, lässt sich auch von kleineren Fehlern nie aus der Ruhe bringen und hat am Dienstag auch Petra Vlhova geschlagen. Die Slowakin hatte am Kronplatz zur Halbzeit noch dank eines Traumlaufs geführt, doch gegen eine Sara Hector – die nach Durchgang 1 an zweiter Position lauerte – ist zurzeit kein Kraut gewachsen.

Das Podest: Vlhova, Hector und Worley (v.l.). © APA/afp / JURE MAKOVEC


Für die 29-jährige Schwedin war es der fünfte Podestplatz im sechsten Saison-Riesentorlauf. Damit hat die Skandinavierin nicht nur die Führung in der Disziplinenwertung ausgebaut, sondern fliegt auch als heiße Gold-Anwärterin zu den Olympischen Spielen. Und das, obwohl sie vor der Saison wahrlich niemand auf dem Zettel hatte.
Brignone wird Vierte
Platz 3 ging am Dienstag bei herrlichen Bedingungen mit wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein an die Vorjahressiegerin Tessa Worley, die sich von Position 8 nach vorne arbeiten konnte. Ein kleiner Sprung gelang auch Federica Brignone, wenngleich es für sie am Ende „nur“ für Rang 4 reichte. Durchgang 1 hatte sie an sechster Stelle beendet. Mikaela Shiffrin musste sich dagegen mit Platz 5 begnügen.

Vivien Insam verpasste die Quali für die Entscheidung. © Pentaphoto


Für die Südtirolerinnen gab es am Dienstag auf der Erta-Piste nichts zu holen. Karoline Pichler und Vivien Insam verpassten die Quali für den zweiten Durchgang deutlich: Während die Petersbergerin auf Rang 38 landete, steht der Grödnerin der 43. Platz zu Buche.


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