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Schrammte nur knapp am Podium vorbei: Alex Vinatzer © Pentaphoto

Die Südtiroler lachen in Campiglio

Selbst wenn Alex Vinatzer am Mittwochabend beim Nachtslalom in Madonna di Campiglio das Podest nur um einen Hauch verpasste, war die Stimmung nach dem Rennen gut – auch bei Simon Maurberger, der ebenfalls in den Top-10 landete.

„Ich habe mich vielleicht zu früh gefreut“, kommentierte ein gut aufgelegter Alex Vinatzer seinen ausgiebigen Jubel im Zielraum des Canalone Miramonti, nachdem er die Zeit des Norwegers Timon Haugan um sechs Zehntelsekunden unterboten hatte. Die Führung hielt jedoch nicht lange – Alexis Pinturault, Kristoffer Jakobsen und Sieger Sebastian Foss-Solevåg schoben sich nämlich noch am 22-jährigen Grödner vorbei, der als Vierter nichtsdestotrotz glücklich war.


„Ich habe nach einem schlechten ersten Durchgang reagiert, im oberen Streckenteil attackiert. Leider sind mir im Steilhang und im untersten Abschnitt wieder Fehler unterlaufen, die mir das Podest gekostet haben“, betont der Athlet aus Wolkenstein. Die Signale von den ersten beiden Saisonrennen seien gut, die Form stimme. Nun gehe es darum, vor dem Slalom in Zagreb am 5. Jänner an der Feinabstimmung zu arbeiten. „Ich bin für den nächsten Monat zuversichtlich“, sagt Vinatzer.

Das verflixte letzte Tor
Angesprochen auf den unglaublichen Fehler von Clement Noel, der am letzten Tor einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gab, meint Vinatzer: „Ab jetzt werden wir alle die Besichtigung ernster nehmen, so etwas passiert leider sehr schnell, wie man gesehen hat.“ Der Slalom-Spezialist war seinerseits in Val d’Isere am letzten Tor gescheitert.

Simon Maurberger war hoch zufrieden. © Pentaphoto


In Madonna di Campiglio hatte nicht nur Vinatzer, sondern auch Simon Maurberger Grund zur Freude. Der 26-Jährige fuhr erstmals nach seiner schweren Knieverletzung in einem Slalom wieder in die Top-10 – zum insgesamt dritten Mal in seiner Karriere. „Ein solches Ergebnis war wichtig, vor allem weil das Rennen hier für mich das schönste des Jahres ist“, berichtet der Ahrntaler. „Nach dem ersten Slalom, der nicht nach Wunsch verlaufen ist, musste ich mich neu einstellen. Ich hatte schon gestern ein gutes Gefühl und bin nun sehr glücklich.“

Weiter geht’s mit dem Ski-Weltcup nach Weihnachten mit den Speed-Bewerben in Bormio (26-30. Dezember). Für Maurberger & Co. geht es erst wieder im neuen Jahr in Zagreb ans Eingemachte.

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