L Ski Alpin

Drückten der Ski-Saison ihren Stempel auf: Sofia Goggia und Aleksander Aamodt Kilde. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

Die Tops und Flops des Ski-Winters

Ein turbulenter Winter ist vorbei: Hier gibt es die Tops und Flops der alpinen Ski-Weltcupsaison 2021/2022.

TOPS:

Mikaela Shiffrin: Der US-Amerikanerin gelang es, die Enttäuschung über das Debakel bei den medaillenlosen Olympischen Spielen abzuhaken und sich für das Weltcupfinish noch einmal neu zu motivieren. Heraus schaute die vierte große Kristallkugel.


Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin holten die großen Kristallkugeln. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON


Marco Odermatt: Er ist schon ein Großer und kann noch ein viel Größerer werden: Der Schweizer gewann nicht nur wie der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der beide Speedkugeln einheimste, sieben Weltcuprennen, der Riesentorlauf-Olympiasieger stellte damit auch den Gesamtweltcup und nach dem Olympiaerfolg auch die Riesentorlaufkugel sicher.

Italiens Speed-Damen: Was Sofia Goggia und Federica Brignone in dieser Saison wieder geleistet haben, war außergewöhnlich. Sie sorgten dafür, dass Italien bei den Damen beide Speed-Kugeln abräumte (Goggia in der Abfahrt und Brignone im Super-G). Goggia hat 4 Abfahrten und 2-Super-Gs für sich entschieden. Noch standen im Super-G auch Brignone (3 Mal) und Elena Curtoni (1 Mal) ganz oben. 10 der 11 Saisonsiege holten die italienischen Damen also in den Speed-Disziplinen.

Federica Brignone holte insgesamt 4 Saisonsiege und die Super-G-Kugel. © ANSA / URS FLUEELER / STF


Spätzünder: Nach dem Rauswurf aus allen Kadern kämpfte sich der Vorarlberger Johannes Strolz (29) zurück, gewann in Adelboden mit dem Slalom sein erstes Weltcuprennen und eroberte bei den Olympischen Spielen in China Gold in Kombination und Teambewerb sowie Silber im Slalom. In Kitzbühel brach Dave Ryding (35) den Bann und holte den ersten Sieg eines Briten im alpinen Ski-Weltcup.

Norwegens Männerteam: Aleksander Aamodt Kilde (7), Henrik Kristoffersen (5), Atle Lie McGrath (2), Sebastian Foss-Solevaag und Lucas Braathen (je 1) sorgten für 16 Siege für das norwegische Männerteam. Hinter der Schweiz (25 Athleten holten 5.705 Punkte), Österreich (22 holten 5.682) wurde Norwegen Dritter (4.228) – nur 12 Läufer waren dafür verantwortlich.

FLOPS:

Alexis Pinturault: Ausgerechnet die Saison nach dem Gesamtweltcupsieg war für den französischen Skirennläufer die schlechteste seit vielen Jahren, exakt seit 2010/2011, als er einen Podestrang einfuhr. 2021/22 waren es gerade mal drei Podiums, ein Sieg war nicht dabei. Bei Olympia versuchte es Pinturault in jeder Disziplin außer der Abfahrt, das Beste waren fünfte Ränge im Riesentorlauf und Mixed-Team-Bewerb.

Alexis Pinturault enttäuschte auf ganzer Linie. © ANSA / URS FLUEELER


Corona: Die Liste der Athletinnen und Athleten, die nach einer Covid-19-Infektion eine Zeit lang außer Gefecht waren, ist lang. Mikaela Shiffrin verpasste die Lienz-Rennen, Zwangspausen einlegen mussten aber beispielsweise auch Katharina Liensberger, Cornelia Hütter, Lara-Gut-Behrami sowie Vincent Kriechmayr, Manfred Mölgg und Manuel Feller. Auch die FIS-Chef-Renndirektoren Markus Waldner und Peter Gerdol erwischte es. Abgesagt wurde aufgrund hoher Corona-Inzidenzzahlen der Frauen-Slalom in Flachau, Ersatzort war Schladming.

Südtiroler Technik-Ergebnisse: Bei den Damen holte Südtirol in den Technik-Disziplinen insgesamt nur 5 Punkte. Diese wurden von Karoline Pichler im Riesentorlauf von Åre eingefahren. Bei den Herren haben mit Tonetti, Maurberger, Hofer und Zingerle zwar 4 Südtiroler Riesentorläufer gepunktet, keiner konnte aber wirklich einen großen Schritt nach vorne machen. Im Slalom bleibt Alex Vinatzer in der Weltspitze der Südtiroler Alleinunterhalter. Ein Podestplatz blieb aber auch ihm verwehrt.

Kugellose ÖSV-Saison: Wie 2019/20 ging keine der zwölf möglichen Kugeln für den Gewinn einer Disziplinen- oder der Gesamtwertung an Österreich. Im Vorjahr waren es drei durch Katharina Liensberger, Marco Schwarz (beide Slalom) und Vincent Kriechmayr (Super-G) gewesen. Immerhin holte sich Österreich aber den Sieg im Nationencup zurück, nachdem sich der ÖSV zuletzt zwei Mal den Schweizern geschlagen geben musste.

Der Zagreb-Slalom war das reinste Chaos. © APA/afp / DAMIR SENCAR


Zagreb-Slalom: Die Verlegung des Männer-Rennens wegen weicher Pistenverhältnisse auf den nächsten Tag sowie der dann erfolgte Abbruch des Slaloms aus Sicherheitsgründen war von einem Chaos begleitet. Entscheidungen wurden zu spät getroffen. Der für die FIS als Renndirektor agierende Emmanuel Couder ließ sich von Rennleiter Vedran Pavlek das Kommando abnehmen.

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