L Ski Alpin

Die Frohnatur tritt ab: Hanna Schnarf beendet ihre Karriere. © Pentaphoto

Entscheidung gefallen: Schnarf beendet ihre Karriere

Im SportNews-Interview hatte Hanna Schnarf in der letzten Woche erklärt, dass es an der Zeit sei, ihre Zukunft zu planen. Jetzt ist klar: Eine Zukunft als Skirennläuferin wird es nicht geben.

Auf der Webseite des italienischen Wintersportverbandes hat die Pusterer Frohnatur offiziell bekanntgegeben, dass sie ihre Karriere beendet hat. Der Hauptgrund dafür ist der Schien- und Wadenbeinbruch, den sie sich im November 2018 zugezogen hatte und seitdem kein Rennen mehr bestreiten konnte. Es war die dritte schwere Verletzung der 35-Jährigen, nachdem sie 2006 und 2012 jeweils einen Kreuzbandriss im Knie erlitten hatte.

Ciao amici, lo sci mi ha dato tantissimo, ma è arrivato il momento per me di dire CIAO allo sport agonistico e di...

Pubblicato da Hanna Schnarf su Giovedì 2 aprile 2020


Schnarfs Karriere war mit 189 Weltcup-Starts ohne Zweifel beeindruckend, auch wenn ihr das ganz große Erfolgserlebnis verwehrt blieb. Einen Sieg durfte sie nie feiern, 2 Mal fuhr sie auf Platz 2. „Wenn ich zurückblicke, dann bedauere ich, dass ich oft sehr nahe am großen Resultat dran war, ich es aber verpasst habe“, wird Schnarf auf der Webseite des Wintersportverbandes zitiert.
Pech bei Olympia und der Cortina-Podestplatz
Bei den Olympischen Spielen schrammte sie 2 Mal extrem knapp an der Medaille vorbei: 2014 in Vancouver fehlten ihr im Super-G 11 Hundertstelsekunden auf die Bronze-Medaille, 2018 in Pyeongchang waren es gar nur 5 Hundertstelsekunden. „In Erinnerung wird mir sicher der Podestplatz in Cortina 2018 bleiben. Der war vor allem auf emotionaler Ebene besonders, weil das meine Lieblingspiste war.“

Den Podestplatz in Cortina 2018 zählt Schnarf zu den schönsten Momenten ihrer Karriere.


Und der schwierigste Moment der Karriere? „Den erlebte ich 2006, als ich mich für die Olympischen Spiele in Turin qualifiziert hatte, dann aber mit einem Kreuzbandriss nicht antreten konnte. Schade, denn da war ich sehr gut in Form.“ Und was hält die Zukunft parat? „Ich werde meiner Sportsgruppe, den Fiamme Gialle, erhalten bleiben und mich nun vermehrt meiner Familie widmen.“

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210