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Ist bereit für neue Herausforderungen: Resi Stiegler. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / SEAN M. HAFFEY

Gleich drei US-Girls verabschieden sich von der großen Skibühne

Im Team der US-Damen hat man mit einer Rücktrittswelle zu kämpfen, nachdem bekannt wurde, dass gleich drei Routiniers ab kommender Saison nicht mehr am Start sein werden.

Laurenne Ross, Resi Stiegler und Alice McKennis Duran verkündeten ihren Abschied aus dem Weltcupzirkus. Gemeinsam kommen die drei Athletinnen auf über 400 Weltcupstarts in ihren Karrieren. Dass dieser Schritt keine allzu leichte Entscheidung war, lässt Slalomspezialistin Resi Stiegler (35) auf Social Media durchblicken: „All diese Jahre auf diesem Level fahren zu können – das ist ein Geschenk. Das ist unbeschreiblich. Ich liebe es sehr und bin für all das dankbar.“


Zwar reichte es für Stiegler in ihrer Karriere für keinen Weltcupsieg, nichtsdestotrotz blickt die US-Amerikanerin voller Stolz auf ihre Auftritte zurück. Neben einem Podiumsplatz 2012 in Ofterschwang qualifizierte sie sich für drei Olympische Spiele, u.a. für die Spiele in Turin 2006. Stiegler markierte im Slalomteam der US-Damen den Übergang zwischen der sechsmaligen Weltcupsiegerin Kristina Koznick und dem Aufstieg von Überfliegerin Mikaela Shiffrin. Ausgezeichnet hat Resi Stiegler stets ihre lockere Art. Besonders in Erinnerung werden die an ihrem Helm aufgeklebten Tigerohren bleiben, die sie auch für ihr Abschiedsrennen wieder hervorgeholt hatte.

Auch Speeddame Laurenne Ross zieht sich aus dem Skisport zurück. © AFP / FABRICE COFFRINI

Nach Rückschlägen immer wieder aufgestanden
Für Laurenne Ross war ihre Karriere ein stetes Auf und Ab. Die 32-jährige Speedfahrerin wurde häufig von schweren Verletzungen ausgebremst, konnte sich jedoch immer wieder zurückkämpfen. Auch für Ross fällt der Abschied aber schwer. „Es gibt keinen anderen Ort, an dem ich ein so wunderbares Umfeld finden werde, dieses Gefühl werde ich sehr vermissen“, schreibt sie auf Social Media.

Bisher habe das Skifahren den größten Teil in ihrem Leben ausgemacht, nun steht sie vor einer neuen Herausforderung. Ihre Zukunft würde sich wie ein Rennen anfühlen, dessen Kurs sie noch nicht besichtigt habe. Zurückblicken kann die Amerikanerin jedenfalls auf jeweils eine Podiumsplatzierung im Super G und in der Abfahrt und ihre Teilnahmen an den Olympischen Spielen in Sotschi (2014) und Pyeongchang (2018).

Zieht nach ihrer Verletzung einen Schlussstrich: Alice McKennis Duran. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Alice McKennis Duran (31) war im vergangenen Dezember in die Schlagzeilen geraten, als sie in der Abfahrt von Val d’Isere verhängnisvoll gestürzt war und sich an ihrem rechten Knöchel verletzt hatte. Dieser erneute Rückschlag führte letztlich auch zu ihrem Entschluss, ihre Karriere zu beenden. In neun von ihren zwölf Weltcupsaisons musste sie operiert werden, gar fünfmal bedeutete für sie eine Verletzung das vorzeitige Saisonaus.

„Auf ins nächste Kapitel.“
Alice McKennis Duran

Doch auch sie fand immer wieder zurück auf die Piste und konnte regelmäßig im Weltcup punkten. Besonders hervorzuheben ist wohl ihr Weltcupsieg 2013 im österreichischen St. Anton, sowie ihr weiterer Podiumsplatz in Are 2018. Ihr fünfter Platz in der Abfahrt der Olympischen Spiele in Pyeongchang war ebenso ein Höhepunkt ihrer Laufbahn.

Sie werde besonders die Intensität und die harte Arbeit im Profisport vermissen, erklärt sie auf Social Media. Sie hebt vor allem die positiven Erfahrungen und besonderen Begegnungen im Laufe ihrer Karriere hervor. Aber auch die verletzungsbedingten Rückschläge möchte sie im Nachhinein nicht missen. Gerade solch schicksalsartigen Momente hätten ihr stets aufs Neue geholfen an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. „Auf ins nächste Kapitel“, läutet die Amerikanerin schließlich ihren neuen Lebensabschnitt ein.

Schlagwörter: Wintersport

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