L Ski Alpin

Dieses Ski-Fabrikat war in diesem Winter das erfolgreichste. © ANSA / ANDREA SOLERO

Großmacht Head vom Ski-Thron gestürzt

Im Ski-Weltcup herrscht zwischen den Athleten alljährlich ein heißer Kampf um die begehrten Kristallkugeln. Jener zwischen den Herstellern ist aber mindestens genauso groß.

Die besten Athleten sind mit dem besten Material ausgestattet, haben dementsprechend den größeren Erfolg und werden von den zahlreichen Herstellern für das Benutzen ihres Skis großzügig entlohnt. Es wird mit harten Bandagen gekämpft. Die Unternehmen reißen sich um die vielversprechendsten Talente, um diese frühzeitig für sich zu gewinnen. Zum Abschluss der Saison wird dann Bilanz gezogen und derjenige Hersteller, dessen Athleten die meisten Punkte eingefahren haben, darf sich über den prestigeträchtigen Gewinn freuen.

Diese Wertung war in den letzten 10 Jahren fest in den Händen des Sportartikelherstellers Head. Nur ein einziges Mal errang das Unternehmen, das u.a. auch Tennisschläger anfertigt, den Gesamtsieg nicht. Nämlich in der Saison 2016/17, als Marcel Hirscher, Mikaela Shiffrin und Sofia Goggia Atomic an die Spitze hievten.

Rossignol überrascht
In diesem Winter spielten die Salzburger keine Rolle. Dafür rüttelte Rossignol mit Christof Innerhofer, Federica Brignone, Petra Vlhova und Henrik Kristoffersen am Thron des schier unschlagbaren Rivalen Head - und das erfolgreich. Am Ende gaben mickrige 15 Punkte den Ausschlag zugunsten der französischen Firma, die vor allem in den technischen Disziplinen die Nase weit vorne hatte. Head um Beat Feuz, Corinne Suter, Matthias Mayer und Alexis Pinturault ist dagegen im Speed-Bereich eine Klasse für sich.

Die weiteren Athleten Südtirols und deren Ski-Firmen griffen nicht im Kampf um den Sieg ein, was selbstverständlich nicht bedeutet, dass diese von einer schlechteren Qualität sind. Nordica, das Dominik Paris und Alex Vinatzer ausstattet, landete auf Rang 9. Fischer rund um Manfred Mölgg belegte den 4. Rang, Atomic (Simon Maurberger, Nicol und Nadia Delago) erreichte den 3. Platz. Das Fabrikat von Riccardo Tonetti (Blizzard) musste sich mit Rang 10 zufrieden geben.

Autor: leo

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