L Ski Alpin

Das Schweizer Aushängeschild im Ski Alpin: Lara Gut-Behrami. © Pentaphoto

Heftige Kritik an Lara Gut: „Sie nahm alles zu locker“

Die Schweizerin Lara Gut-Behrami hat eine schwierige Saison hinter sich. Nun wird sie heftig kritisiert.

Ein zweiter und ein dritter Rang – das waren die einzigen Podestplätze, die das Schweizer Aushängeschild in der letzten Saison eingeheimst hat. Seit ihrem Kreuzbandriss vor zwei Jahren fallen die Ergebnisse der Gesamtweltcupsiegerin von 2016 sehr mau aus, so konnte sie von 48 Rennen nur eines gewinnen. Zu wenig für eine Lara Gut-Behrami, die vom Verband viele Privilegien genießt und beispielsweise einen Privattrainer (ihren Vater) hat.

Nun äußerte sich Head-Rennchef Rainer Salzgeber im Schweizer Blick zur Situation und spart dabei nicht an Kritik: „Der Riesenslalom ist ihre Kerndisziplin. Im letzten Sommer und Herbst hatte Lara aber nicht den richtigen Fokus, sie nahm alles zu locker“, erklärte er. Bedeutet konkret: „Sie hat zu wenig Material getestet. Ski, Bindungen, Platten, Schuhe. Die Entwicklung geht immer weiter, ist komplex. Wenn man aber neue Modelle gar nicht probiert oder nach einem Lauf sagt, sie würden nichts taugen, ist man auf dem falschen Weg.“

Die Folge: Im Riesentorlauf war ein 14. Platz heuer ihr bestes Ergebnis. „Lara dachte: 'Wir kriegen das schon hin.' Das ist der falsche Ansatz“, so Salzgeber. Gut-Behrami deutete zuletzt jedoch an, aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Im Sommer wird sie an beiden Südamerika-Trainingslagern der Schweizer Ski-Asse teilnehmen, zudem möchte sie ihr Riesentorlauf-Training intensivieren. „Es hat mir gefallen, dass sie das gesagt hat“, erklärt Salzgeber, der klarstellt: „Etwas ist nämlich fix: Sie ist eine Ausnahmeathletin.“

Autor: det

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