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Eckte mit ihren Aussagen offenbar beim Wintersportverband an: Federica Brignone. © APA/afp / JEFF PACHOUD

Heftiges Dementi nach Wirbel um Brignone-Aussagen

Am Montag hatte Federica Brignone mit einigen Aussagen zu ihrer Zukunft und den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina aufhorchen lassen – was dem italienischen Wintersportverband FISI offenbar ziemlich ungelegen kam. Flugs folgte eine „Präzisierung“ der Brignone-Worte.

Nach dem abschließenden Abfahrtstraining in Yanqing, in der Brignone die Quali für das Rennen verpasst hatte, hielt sich die Azzurra in ihren Aussagen – zitiert von zahlreichen italienischen Medien – nicht zurück, im Gegenteil. Die Silbermedaillen-Gewinnerin im Riesentorlauf blickte auf ihre Zukunft und die nächsten Winterspiele, die 2026 in Mailand und Cortina stattfinden.


„Ich denke nicht, dass ich dann noch am Start sein werde“, meinte die 31-Jährige und lieferte auch gleich eine Begründung mit: „Es ist schön, dass die Winterspiele nach Jahren in fremden Ländern wieder an traditionsreichen Orten stattfinden. Aber es ist schade, dass die Wettkampfstätten an verschiedenen Orten sein werden. So wird es kein Miteinander der Athleten geben. Es ist wahrscheinlich sogar so, dass die Skimänner an einem anderen Ort ihre Wettkämpfe bestreiten, als wir Frauen. Da kann kein Olympia-Feeling aufkommen und dann vergeht mir die Lust daran.“

„Da vergeht mir die Lust.“ Federica Brignone über Olympia 2026 in Italien

Ob es nur die schiere Enttäuschung („Das war schlimm von mir. Ich habe das Skifahren verlernt“) über die verpasste Qualifikation war, die Brignone zu diesen Aussagen hinreißen ließ? Wohl kaum, denn die Lombardin legte noch einen nach: „Ein Dominik Paris wird keine Olympia-Abfahrt in Cortina bestreiten wollen, das wäre ihm viel zu einfach. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Männer an einem anderen Ort ihre Rennen bestreiten. Der Olympische Geist wird fehlen und das gefällt mir nicht.“
Brignone entschärft Aussagen via FISI-Mitteilung
Dem Wintersportverband FISI scheinen die Brignone-Aussagen auf den Magen geschlagen zu haben, denn schon kurz darauf folgte via Presseaussendung ein Dementi. Brignone hatte ihre Aussagen deutlich entschärft – sie sei falsch verstanden worden, hieß es von Seiten der FISI. Plötzlich klang Brignone den Spielen 2026 in Mailand und Cortina deutlich weniger abgeneigt: „Die Olympischen Winterspiele in den italienischen Bergen sind für jeden Skifahrer aus Italien ein wichtiges Ziel. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, ob ich in vier Jahren als Athletin, Botschafterin oder Zuschauerin dabei sein werde. Sicher ist nur, dass ich mir Olympia 2026 auf gar keinen Fall entgehen lassen werde.“

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