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Sorgte mit einigen Interview-Aussagen für Ärger: Sofia Goggia. © Pentaphoto

Heikle Aussagen: Ärger um Sofia Goggia

Sofia Goggia ist eine Sportlerin, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Nun sorgten ihre Aussagen in einem Interview aber für Ärger.

Es ist ein interessantes Interview, das Sofia Goggia am Ostersonntag dem Corriere della Sera gegeben hat. Für einmal stand nicht das Sportliche im Vordergrund, sondern die Person Sofia Goggia. So erzählte die überragende Abfahrerin des vergangenen Winters etwa, dass sie als kleines Kind Barbie-Puppen hasste. Dass sie eine einzige richtige Liebesbeziehung hatte, die jedoch unschön zu Ende ging. Und dass sie in Kürze zur Universitäts-Prüfung beim hochumstrittenen Professor Alessandro Orsini antreten wird.


Doch es sind nicht diese Aussagen, die am Sonntag in den sozialen Netzwerken für Wirbel gesorgt haben. Vielmehr waren es einige – wohl unbedachte – Äußerungen, die die Internet-Gemeinde erzürnte. Ob es denn homosexuelle Athleten und Athletinnen im Ski-Zirkus gebe, wurde Goggia gefragt und antwortete: „Bei den Damen schon die eine oder andere. Bei den Herren glaube ich nicht. Die müssen ja über die Streif in Kitzbühel fahren.“ Eine Aussage, die für viel Kritik sorgte. „Laut Sofia Goggia ist ein homosexueller Mann also nicht in der Lage, eine Abfahrt zu bestreiten“, schreibt etwa Ivan Gasparotto, Staatssekretär im Innenministerium.

Goggia entschuldigt sich
Auch eine weitere Goggia-Aussage aus dem Interview war vieldiskutiert. Ob es denn richtig sei, dass Transgender bei den Damen mitfahren, fragten sie die Reporter. „Im Sport ist es so, dass ein Mann, der sich in eine Frau umwandelt, physische Charakteristiken hat, auch auf hormonellem Level, die es ihm ermöglichen, mehr zu leisten. Deshalb glaube ich nicht, dass es richtig ist.“

Weil ein regelrechter Shitstorm über Goggia hereinbrach, hat sie sich am Sonntagabend auf Social Media entschuldigt. „Es tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Personen, die sich durch meine Sätze angegriffen gefühlt haben. Als ich sie gesagt habe, wollte ich auf keinen Fall diskriminierend sein.“

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Ein so ein Schmarrn, Goggia hat vollkommen recht und es ist auch nichts diskriminierendes in ihren Aussagen. Darf man nicht mehr die Wörter "schwul" oder "transgender" in den Mund nehmen, ohne dass irgend ein Besserwisser einschreitet. Fräulein Goggia hat mehr oder weniger nur das gesagt, was in Wikipedia steht und ich finde es auch nicht richtig, dass ein Mann, der mit seinem Geschlecht unzufrieden ist, als Frau Wettkämpfe bestreiten darf, bevor er die ganze Prozedur zur Findung seines gewünschten Geschlechts durchgemacht hat.

18.04.2022 12:18

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