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Bedient: Marcel Hirscher nach seinem Auftritt in Saalbach-Hinterglemm. © APA / BARBARA GINDL

Hirscher total frustriert: „In 2 Tagen Skifahren verlernt“

Ausgerechnet im Heimrennen hat bei Marcel Hirscher nichts geklappt. Der Superstar musste sich im Riesentorlauf von Saalbach-Hinterglemm mit Rang sechs begnügen – und ging danach mit sich selbst hart ins Gericht.

„Ich glaube, ich habe in zwei Tagen das Skifahren total verlernt. So bitter ist es noch nie gelaufen“, sprach der ratlose Salzburger nach dem Rennen in das ORF-Mikrofon. „Dafür, dass ich drei Mal hergefallen bin, ist die Zeit wirklich noch ganz gut. Ich bin komplett von der Rolle. Von meiner Seite war das sehr, sehr schwach“, so der Salzburger, der am Ende als Sechster 0,77 Sekunden Rückstand auf Überraschungs-Sieger Zan Kranjec hatte.

Es war offensichtlich, dass Österreichs Superstar mit dem Material Probleme hatte. „Im ersten Lauf hat der Ski zu viel gehalten und im zweiten zu wenig“, resümierte Hirscher. Auch intensive Materialtüftelei zwischen den Läufen brachte nicht den erwünschten Umschwung im zweiten Durchgang.

„So schnell wird man vom Hero zum Zero“
Marcel Hirscher

„Man sieht, wie verdammt schnell man von Hero zu Zero kommt. Ich bin das gleiche Zeug wie in Alta Badia gefahren, da habe ich mir gedacht, ich kann nicht umfallen, das ist fast unmöglich. Und dann habe ich mir hier bei der Hälfte gesagt, wenn ich das jetzt ins Ziel schaffe, dann ist das echt eine Leistung heute“, erklärte der siebenfache Gesamtweltcupsieger.

Hirscher stand am Mittwoch zum ersten Mal seit 19. März 2016 in St. Moritz, als er Fünfter wurde, nicht auf dem Riesentorlauf-Podest. Nach vier Siegen und einem zweiten Rang in den bisherigen Technik-Rennen war es das zugleich erste Ergebnis für den 29-Jährigen in diesem Winter abseits des Stockerls.

Autor: det

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