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Am Boden zerstört: Mikaela Shiffrin. © Screenshot

„Love you, Kaela“: Kilde tröstet am Boden zerstörte Shiffrin

Mikaela Shiffrin erlebt bei den Olympischen Spielen in Peking einen wahren Albtraum. Jetzt hat sich ihr Freund Aleksander Aamodt Kilde zu Wort gemeldet – und mit einer herzzerreißenden Liebesbotschaft für Aufsehen gesorgt.

Von:
Thomas Debelyak


Es sind Szenen, die sich wohl in jedem Olympia-Rückblick wiederfinden werden. Als Mikaela Shiffrin am Mittwoch im Slalom von Peking ausscheidet, hockt sie minutenlang im Schnee, das Gesicht in den Händen vergraben. Die Enttäuschung, die Fassungslosigkeit, die Trauer – alles vereint in einem Bild, das eine der größten Skifahrerinnen aller Zeiten in einem der schwersten sportlichen Momente ihrer so beachtlichen Laufbahn zeigt.


Mikaela Shiffrin erlebt bei diesen Olympischen Spielen ein Drama. Mit großen Ambitionen war sie ins Reich der Mitte gereist, nun stehen ihr nach zwei Rennen zwei Ausfälle zu Buche. Und es sind nicht nur irgendwelche Rennen. Im Riesentorlauf war sie die amtierende Olympiasiegerin, bis sie am Montag schon nach wenigen Toren verhängnisvoll wegrutschte. Und im Slalom ist sie ohnehin die Weltcup-Rekordsiegerin, doch auch hier wurde ihr ein simpler Fehler zum Verhängnis. Ausgerechnet in jener Disziplin, die sie über Jahre hinweg dominierte, die sie phasenweise nahe der Perfektion ausübte.
Trost von Vonn und Kilde
Shiffrin war nach diesem Ausfall am Mittwoch am Boden zerstört. Selbst Lindsey Vonn, die in ihrer aktiven Zeit nicht zu den besten Freundinnen Shiffrins zählte, litt mit dem 26-jährigen Wunderkind mit. Am späten Abend Ortszeit war es schließlich auch Aleksander Aamodt Kilde, der sich auf Social Media zu Wort meldete. Der Norweger ist seit Sommer der Mann an Shiffrins Seite. Im Gegensatz zu seiner Herzdame liefen die Spiele für ihn wesentlich besser, denn im Super-G krallte er sich Bronze. Trotzdem schmerzt auch ihn das Drama um seine Freundin.
„Wir sind auch nur normale Menschen.“ Aleksander Aamodt Kilde

„Wenn du dieses Bild hier ansiehst, kann man so viele Sachen sagen, meinen, denken“, schreibt der Norweger neben ein Foto, das Shiffrin – nach ihrem Ausfall im Schnee sitzend und den Kopf in den Armen vergraben – zeigt. „Viele von euch sehen es an und sagen: 'Sie hat verloren', 'Sie ist mit dem Druck nicht zurechtgekommen' oder 'Was ist da nur passiert?'. Solche Sachen frustrieren mich. Alles, was ich sehe, ist eine Top-Athletin, die das macht, was eine Top-Athletin so macht. Es ist Teil des Spiels, so etwas kann passieren.“

Und weiter: „Den Druck, den wir einzelnen Athleten im Sport auferlegen, ist enorm. Lasst uns also alle die gleiche Unterstützung zurückgeben. Es ist alles eine Frage des Gleichgewichts und wir sind auch nur normale Menschen. I love you Kaela.“ Starke Worte von Kilde, die Shiffrin hoffentlich ein klein wenig trösten werden. Allerdings werden diese Spiele wohl noch einige Zeit am US-Superstar zehren.

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